Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

Mayer, Hennings, Francke u. s. n>. über Pfandrecht. ioi
reditatis confusa obligatio interciderat -(1. 8V-. D. ad
Sctum Trebell.). Viertens nimmt ja Paulus in der be-
sprochenen Stelle ebenfalls als entschieden an, daß die obliga-
tio selbst, aufgehört habe, indem er den Satz als gewiß voran«
stellt: „respondi: aditione quidem hereditatis confusa ob-
ligatio est," und indem er weiter, wo er auf die Untersu-
chung übergeht, das Aufhören der naturalis obligatio nicht
im Mindesten, sondern einzig das Aufhören des Pfandrechts
bezweifelt (videamus autem ne et pignus liberatum sit sub-
lata naturali obligatione). Fünftens begreift man
-nicht, warum Paulus fein Resultat erst nach vielen Umschwei-
fen herausbringt, während er nach des Derf. Ansicht nur be-
merken durfte: e» ftp hier die actio zwar nach dem jus civile
confundirt, aber trotz dem noch eine naturalis obligatio vor-
handen. Sep eö dem Ref. darum gestattet auch seine Ansicht
mitzutheilen. Er macht zum Voraus mit dem Verf. keinen
Unterschied, ob Jemand gezwungen oder ungezwungen antrat.
Dagegen nimmt er an/ daß durch die Antretung di« ganze ob-
ligatio durch Confusion erloschen fesj * die Confusion sieht er
hinwiederum mit dem Verf. als eine fingirte Zahlung an.
Was folgt daraus? Es folgt, daß die Erbschaft kleiner werde,
wenn der Fiduciar Gläubiger, und daß sie größer werde, wenn
er Schuldner des Erblassers war;-weil man in jenem Fall vor-
aussetzt, er sep aus der Erbschaft gezahlt, in diesem, die Erb-
schaft sey von ihm gezahlt -worden.- DaS ist's, was Paulus
(1. 1. jj. 19. D. ad leg. Falcid.) sagt: „quamvis confusio-
ne liberetur tamen locupletiorem hereditatem percipere vi-
detur." Hieraus folgt denn ferner, daß der Fiduciar im ersten
Fall weniger, im zwepten mehr zu restiluiren habe, als die
Erbschaft beträgt, und zwar mehr oder weniger je nach dem
Betrage seiner Schuld und seiner Forderung. Restituirt mit,
hin der Fiduciar die Erbschaft gerade so wie er sie antrat, so

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer