Full text: Volume (Bd. 2 (1827))

roo ' Römisches Recht.
einzugehen. — Noch hat Ref. drep wichtige vom Verf. ange-
stellte Untersuchungen zu würdigen.
1) Die erste beschäftigt sich mit der Interpretation der I.
59. D. ad Sctum Trebell. (36, i.), Die Mepnung des Verf.
ist aber folgender „Durch die Successio in universum jus hö-
ren die Forderungen deö Erben an den Erblasser > wenn er die
Erbschaft restiluiren müsse, nicht auf. Denn der Fideicommis-
sar gelte in diesem Fall, mag der Erbe frepwillig oder gezwun-
gen die Erbschaft angetreten "haben, als wahrer successor iü
Universum jus; er fep heredis loco. Dennoch gelte der Fi-
duciar nach dem jus civile allein als Erbe. Daher verliere er
seine Forderung gegen den Fideicommissar, und es bleibe nur ei-
ne naturalis obligatio übrig. Eben weil eine naturalis obli-
gatio übrig bleibt, habe Paulus den Fiduciar creditor. nen-
nen, und das Pfandrecht aufrecht erhalten können. Die Wor-
te: „quoniam hereditaria est-*actio“ sepen streng wörtlich zu
nehmen; denn der Fiduciar ftp nach dem jus civile, eigentli-
cher heres. Den weitern Umstand, daß doch der Fideicommif»
far das Fideicommiß vom Fiduciar fordern könne (quasi uti-
lius restituerit) beseitige Paulus blos mit .dem Hinzufügen;
possidet enim eam rem quasi creditor. (S.-86,— 99.)."
Ref. erlaubt sich hingegen folgende Zweifel zu erheben. Erst,
lich gehen ja die actiones hereditariae auch sonst auf den Fi»
deicommissar in der Regel ipso jure über. Warum'soll die
actio pigneratitia nicht übergehen? Die Worte: „quoniam
hereditaria est actio“ sind also durch den Derf. noch nicht er»
klart. Zweytens sagt Paulus nicht: remanet ergo pignus
propter naturalem obligationem, sondern: remanet ergo
propter pignus naturalis obligatio.. Drittens haben die
römischen Juristen nirgend angedeutet, daß, obgleich die actio
durch die Antretung confundirt sep, dennoch eine naturalis ob-
ligatio übrig bleibe. Im Gcgrntheil sagen sie: „aditione he-

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