Full text: Volume (Bd. 3 (1856))

42 Sch ly ter: Corpus Juris Visbyensis urbici et maritimi.

Uebersetzung des flandrischen und holländischen SeerechtS in eigen-
thümlicher Anordnung aus dem Jahre 1551, und den im Nye
Danske Magazin Bd. I. S. 257—285 (Kopenhagen 1794) ent-
haltenen Abdruck der seltenen Uebersetzung, welche Kopenhagen 1545
bei Hans Wingaardt erschienen ist, gekannt zu haben, mitgetheilt
hat er keinen. Schlyter hat für die erste Abtheilung A. eine
Kopenhagener Handschrift aus den letzten Decennien des 15. Jahr-
hunderts zu Grunde gelegt und eine zweite aus dem Jahre 1520
mit derselben verglichen; der zweiten Abtheiluug B. liegt ein gegen
1554 geschriebenes Manuscript der Arne Magnäischen Sammlung
zu Grunde, mit welcher die Ausgabe, Kopenhagen 1545, das soge-
nannte Seerecht Christian III. und endlich 7 theils zu Copenhagen,
theils zu Stockholm befindliche Handschriften, soweit das bei deren
großer Verschiedenheit sowohl in Betreff des Umfangs als der An-
ordnung möglich war, verglichen sind. Zur Uebersicht wenigstens
der Bestandtheile der einzelnen Handschriften dient eine Verglet-
chungstabelle mit der Holländischen Redaktion S. 577. 578. Bet
der Claffifikatton dieser Handschriften hat Schlyter jedoch übersehen,
daß dieselben sehr verschiedenen Textklassen angehören, und daß nur
darum deren genaue Vergleichung unthunlich erschien.
Der Abdruck dieser vier ersten Abtheilungen bedarf keiner Recht-
fertigung, da dieselben ebenso viele Redaktionen der Sammlung (frei-
lich aus sehr verschiedener Zeit) für diejenigen Länder bilden, in
welchen die Sammlung praktische Geltung hatte. Die Gruppirung
nach Sprachen ist übersichtlich und zu dem praktischen Zweck der
Materialienordnung unentbehrlich — geringer ist ihr Werth für die
historische Kritik. Doch dürfen wir es dem Herausgeber, bei so rei-
chen Gaben, kaum zum Vorwurf rechnen, daß er eine Classification
der Texte zu diesem letzteren Behufe unterlassen hat — jedenfalls
wird das durch ihn zusammengestellte Material eine wichtige Grund-
lage jeder neuen historischen Untersuchung bilden.
Schwedische Uebersetzungen aus der Mitte des 16. bis zum
Anfang des 17. Jahrhunderts befinden sich in 6 Manuskripten,
welche Schlyter p. XCII—XCV beschreibt, darunter auch die von
Pardessus (voll. I. p. 461) erwähnte Uebersetzung des Michael
Agricola aus dem Jahre 1549. Durch die Mittheilung auch dieser
Texte würde der Werth der Ausgabe sicherlich gewonnen haben.
V. Die fünfte Abtheilung endlich enthält unter der Rubrik:

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