Full text: Volume (Bd. 3 (1856))

Metzelt: System des ordentlichen CivilprozesseS.

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2. Von dem zugeschobenen Eide (§. 27. S. 172—179).
T. Von einigen außerordentlichen Eiden (§. 28. S. 179—184).
II. Von der Bescheinigung (summatiw cognoscere) (§. 29.
S. 184—189).
V. Von der Sicherung gegen den Mißbrauch der prozessualischen
Angriffs- und Vertheidigungsmittel (§. 30. S. 189—208).
Was nun den Inhalt dieser Abschnitte insgesammt anlangt,
so rechtfertigt solcher, nur etwa mit Ausnahme der beliebten Glie-
derung ihrer systematischen Anordnung (wogegen hie und da wohl
nicht ohne Grund Erinnerungen zu machen wären), durchweg das
vom Res. ausgesprochene Urthcil, daß der Vers, die sich gesteckte Auf-
gabe in ihren verschiedenen Bezügen trefflich gelöset habe. Werthvoll
vor Allem sind die gegebenen literarischen Nachweise und die daraus
entnommenen Resultate, welche, im Zusammenhalte mit einander,
eine richtige Erkenntniß des jetzigen Standes der gemeinrechtlichen
deutschen Prozeßrechtswtssenschaft den aufmerksamen Leser gewinnen
lassen, was schon an und für sich die vorliegende Schrift überaus
schätzbar macht.
Die einzelnen Abschnitte demnächst betreffend, so hat Res. bei
einigen derselben das Eine und Andere, was gerade für den Prakti-
ker von Interesse ist, allerdings vermißt; zu voreilig wäre cs jedoch,
schon jetzt dem Vers, deßhalb einen Vorwurf zu machen, da sich er-
warten läßt, daß das Vermißte in den nachfolgenden Büchern gehö-
rigen Orts zu finden sein werde.
Gestatten will sich indessen Ref., bloß beispielsweise Folgendes
zu berühren.
In dem Abschnitt unter A., wo vom Parteiverhältnisse
die Rede ist, wäre es doch wohl an seiner Stelle gewesen, auf den
Begriff der Streitgenossenschaft (litis consortium) näher einzugehen,
da dessen praktische Bedeutsamkeit ebensowohl als die Bemerkung er-
fahrungsmäßig begründet sind, daß deren wissenschaftlich genaue Er-
örterung nicht entbehrt werden kann.
Wenn ferner im Abschnitte unter 8, welcher die succcssorische
Theilnahme Dritter an einem anhängigen Prozesse zum Gegenstände
hat (S. 26. Nr. 2), das Verbot der Veräußerung litigiöser Sa-
chen zur Sprache gebracht wird, so hätte die Grenze, innerhalb wel-
cher es gilt, im Allgemeinen präciser bezeichnet und daher angegeben
werden sollen, daß auf den Fall einer personalis actio, welche darauf

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