Full text: Volume (Bd. 5 (1859))

6. Bischoff, Oesterreichische Stadtrechte und Privilegien mit Literaturangaben und Anmerkungen

7. v. Meiller, Oesterreichische Stadtrechte und Satzungen aus der Zeit der Babenberger

8. v. Chlumecky, Einige Dorf-Weisthümer (Bau- und Bergteidinge) aus Mähren

v. Meiller: Ocsterreichtschc Stadtrechte rc. 29
gleicher Zeit den Gefangenen die Thüre der Einzelzelle öffnen zu
können.
Daß aber mit der Verbüßung der Strafe auch die mit ihr ver-
bundene Ehrlosigkeit gehoben sein muß, und daß das Joch, welches
man sich, durch die Aufnahme der renvoi sous la serveillauce de
la haute Police de l’Etat in unfern Gesetzgebungen, auferlegt hat,
mit so manchen anderen französischen dem deutschen Rechtsgefühle
widersprechenden Gesetzbestimmungen, wieder abgeschüttelt werden muß,
darüber sind wir mit dem Verfasser vollkommen einverstanden.
Die Aufhebung der Polizeiaufsicht als Strafmittel liegt eben
so sehr im Interesse des Staats als in dem der Betheiligten.
Unsere Besserungsanstalten können nur dann ihren Zwecken ent-
sprechen, wenn sich die Folgen der begonnenen oder vollendeten Bes-
serung auch über ihre Mauern hinaus erstrecken. Was hilft es dem
wirklich Gebesserten, wenn ihn das Leben wiederum als einen Ver-
worfenen empfängt, wenn die Polizeiaufsicht, unter welche man ihn
stellt, ihn überall verdächtigt, ihm jede Forthülfe erschwert oder ab-
schneidet, und oft unwiderstehlich in das Verbrechen znrückwirft.
Triest.

1. Oesterreichische Stadtrechte und Satzungen aus der Zeit der
Babenberger. Zusammengestcllt von Andr. von Meiller. (Aus dem
X. Bande des Archivs für Kunde östcrr. Geschtchrsqucllrn besonders abgc-
druckl). 1856.
2. Oesterreichische Stadtrechte und Privilegien mit Literaturangaben
und Ännicrkungcn von Fcrd. Bischofs. Wien (Braumüller), 1857.
3. Einige Dorf-Weisthiimer (Ban- und Bcrgteidingc) aus
Mähren. Bon P. Rtltcr von (5 h lume lfy. (A»s dem XVII. Bande
des Archivs :c. besonders abgcdruckt). 1856.
Es ist noch nicht lange, daß man in Deutschland von den öster-
reichischen Stadtrechten nur das Wenige kannte, das in Srucken-
der g's visiones diversae enthalten ist, und wer vom Glücke begün-
stigt eine größere öffentliche Bibliothek in der Nähe hatte, citirte auch
wohl das Stadtrecht von Iglan in Dobner's Monurn. hist. Boe-
iuiae. Jetzt steht eS anders, seit Rößler seine trrffltche Bearbei-
tung deutscher Rechtödenkmaler aus Böhmen und Mähren begann
und fast gleichzeitig Joseph von W ü r t h das Stadtrecht von Wiener-
Neustadt mit reichhaltigen rechtshistorischen Bemerkungen herausgab,

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