Full text: Volume (Bd. 5 (1859))

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Dictionnaire de legislation, de jurisprudencc etc*

Wie aus dem Mitgetheilten erhellt, mangelt eS in diesem Ge-
setze überall an einer scharfen Scheidung der verschiedenen zu trennen-
den Gebiete von einander. So zeigt sich dies in der schwankenden
Bestimmung des Art. 1 über die Rechte des gouveroements und des
propridtaire loncier, in der mangelhaften Aufzählung derjenigen Mi-
neralien, zu deren Gewinnung eine Conceffion erforderlich ist, in
der Unbestimmtheit darüber, was in dem droit de surveillance ent-
halten ist und dem daraus entspringenden Mangel aller wirklich zur
Sicherheit der beim Bergbau beschäftigten Personen und des Eigen-
thums erforderlichen Vorsichtsmaßregeln.
Diesen Mangeln gegenüber suchte auch in dieser Materie Na-
poleon durch ein neues Gesetz mehr Sicherheit zu schaffen und so
entstand auf feine Veranlassung das Gesetz vom 21. April 1810.
Auch hier suchte man von Neuem nach einem leitenden Prinzip,
welches man der Gesetzgebung in dieser Materie zu Grunde legen
sollte. Nach mehreren Vorschlägen, das Eigenthum an den Minen
als domaine public oder als propridtd uouvelle de la mino des Gru-
beneigenthümers zu proklamiren, kam man dennoch wieder auf die
propridtd priv6e des Eigenthümers der Oberfläche zurück, besonders
durch den Umstand bestimmt, daß man erst kurz zuvor (am 6. Pluv.
XII. oder 22. Januar 1804) im Art. 552 des Code civile festge-
setzt hatte, daß der Eigenthümer von Grund und Boden zugleich als
Eigenthümer dessen anzusehen sei, was sich über und unter demselben
befindet. Derselbe ist aber insoweit beschränkt, daß er gegen die in
der Regierungsconcession bestimmte Summe das Grubeneigenthum ab-
geben muß, wenn er es nicht vorzieht, selbst die Conceffion zu er-
langen , und auch in diesem Falle war die redevance für den Fall
einer späteren Trennung des so consolidtrten EigenthumS in der Con-
ceffion zu bestimmen.
Nach der größeren oder geringeren Bedeutung der Mineralien
unterscheidet das Gesetz von 1810 mines, minibres, und carribres.
Zu den elfteren werden nach Art. 2 gezählt celles connues pour
eontenir en filons, en couches ou en araas, de l’or, de l’argent,
du platine, du mercure, du plorab, du fer en filons ou couches,
du cuivre, de lYtain, du zinc, de la calamine, du bismuth, du co-
balt, de l’arsdnic, du manganbsc, de l'antimoiue, du molybdine,
de la plombagine, ou autres matibres mdtalliques, du soufre, du
charbon de terre ou de pierre, du bois fossile, des bitumes, de

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