Full text: Volume (Bd. 2 (1855))

Arnold, das Zinsenversprechen in eigenen Wechseln. 443
Allein in der Allgemeinheit, in welcher er die Unzulässigkeit der
Wechsel mit Zinsenversprechen zu begründen sucht, scheint seine
Ausführung kaum einer Beleuchtung zu bedürfen, da, von den
eben erwähnten Wechseln abgesehen, bei der Erwerbung eines
Wechsels mit Zinsenversprechen weder von Erwerbung verfallener
und verfallender Zinsen, noch von schwierigen, den Verkehr hem-
menden Berechnungen die Rede sein kann, sondern bloß von Er-
werbung Einer auf Einen bestimmten Verfalltag gestellten Wechsel-
summe, welche aus zwei Beträgen, von denen nebenbei der eine
als Zinsen bezeichnet wird, besteht. So gut als ein Wechsel auf
500 Thlr. und 50 Mark Banko zulässig ist und ein Wechsel nicht
dadurch alterirt wird, daß bei der Wechselsumme angeführt wird,
wofür dieselbe gezogen wird (z. B. 500 fl. für Zucker), eben so gut
darf auch angegeben werden, daß ein Theil derselben für Zinsen
gezogen worden sei, und kann es hierbei keinen Unterschied machen,
ob der Zinsenbetrag der Summe nach (z. B. 500 Thlr. und 5 Thlr.
Zinsen), was der Vcrf. selber für zulässig hält (S. 27), oder pro-
zentweise (z. B. 2 Monate nach dato 500 Thlr. nebst 0 Prozent
Zinsen pro anno) angegeben worden ist. Die leichte Mühe der
Berechnung im letzteren Falle kann nicht als der Natur des Wech-
selverkehrs widerstreitend angesehen werden. Die vier Spezies finden
im Wechselverkehre wohl schwerlich sonstwo einen so leichten Ge-
genstand ihrer Anwendung. Beim Diskontiren werden ja auch die
Zinsen berechnet. In der Regreßnahme bieten sich nun vollends
keine Schwierigkeiten. Sie hat nichts Abweichendes von dem Wech-
selregreffe überhaupt, denn es können dem Regresse aus einem
Zeitwcchscl mit einem auf den Verfalltag desselben gerichteten Zin-
senversprechen überall keine verschiedenen Zinsenbeträge, sondern ledig-
lich die Wechselsumme, bestehend aus dem am Verfalltage zu zah-
lenden Hauptbetrage und dem sog. Zinsenbctrage, untergelegt werden,
und dieser Zinsrnbetrag ist ein von vorn herein bestimmter und kein
unbestimmter, gleichviel, ob er in Prozenten von der Hauptsumme
oder mit dem Betrage dieser Prozente angegeben worden ist. Eine
wachsende Summe ist in dem ersten Falle eben so wenig als in
dem letzten vorhanden. Die Wechselsumme ist eine gleichbleibende.
Dem Zinsenversprechcn in eigenen Wechseln, hinsichtlich dessen
die Frage, ob es mit wechselmäßiger Wirkung gemacht werden

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