DIE GEWERKVEREINE ALS UNTERS
TZUNGSKASSEN.
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das Mittelmaass nicht erreicht haben würden, dazu
herangebildet. Und auch hierin zeigen sich die Gewerkvereine ¬
als die Nachfolger der alten Handwerkergilden
und der frühem Gewerbegesetzgebung.
Mit der Erfullung dieser den Gewerkvereinen eigentümlichen ¬
Aufgabe, der Fürsorge für die besondern Berufsinteressen ¬
der Arbeiter, verbinden sie ferner, wie
bereits gesagt, die Fürsorge für ihre Mitglieder bei
Krankheit, Unfällen und Invalidität und fur das Begräbniss -
beim Tode ihrer Mitglieder und der Frauen
derselben.*4) In allen diesen Fällen zahlen sie reichliche
Unterstützungen, und, wie die Uebersicht über die Ausgaben, ¬
der Vereinigten Gesellschaft der Maschinenbauer,
die im Anhange beigefügt ist, zeigt, ist es eine kolossale
Summe, welche dieser eine Gewerkverein allein seit
seinem Bestehen auf diese Unterstützungen verausgabt
und die er dem Säckel der Armensteuerpflichtigen erspart ¬
hat.
Wie aus der vorstehenden Darstellung bereits bekannt ¬
ist, gewährten die Gewerkvereine bei ihrem Entstehen -
nicht alle diese Unterstützungen, sondern nur
die bei Mangel an Arbeit, bei unverschuldetem Unfall
und eine Begräbnissunterstützung. Die hierzu nöthigen
Gelder wurden anfänglich durch freiwillige Beiträge im
Bedürfnissfall aufgebracht. Doch war die Betheiligung
zu unregelmässig. Allenthalben wurden deshalb bestimmte ¬
niedrige Wochenbeiträge festgesetzt, oder in
jedem einzelnen Falle des Bedürfnisses bestimmte Beisteuern ¬
von allen Mitgliedern durch Umlagen erhoben.
Auch entsprach diese Form der Erhebung von Beiträgen
Brentano, Ordnung des Arbeitsverhältnisses.