Full text: Volume (Bd. 2 (1855))

22. Die allgemeine österreichische Gerichtszeitung (Herausgeber Dr. Theobald Rizy; verantwortlicher Redacteur Dr. Moritz von Stubenrauch), unter besonderer Berücksichtigung einiger wechselrechtlichen und anderer Fragen, welche in den letzten 3 Monaten des vierten Jahrgangs derselben (1853) besprochen werden

Die allgemeine österreichische Gerichtszeitung (Herausgeber llr. Theo-
bald Rizy; verantwortlicher Redakteur Dr. Moritz von Stubenrau ch),
unter besonderer Berücksichtigung einiger wechselrcchtlichen und anderer Fra-
gen, welche in den letzten 3 Monaten des vierten Jahrgangs derselben (1853)
besprochen werden.
Nachdem das Jahr 1848 manche literarische Thätigkeit gelähmt
und die Einstellung mancher literarischen Unternehmungen veranlaßt
hatte, rief eine Wirkung desselben in Oesterreich, nämlich die Ein-
führung der Schlvurgerichte, die
„Allgemeine österreichische Gcrichtszcitung"
hervor. Zunächst brachte diese fast nur Berichte über die Schwur-
gerichtssitzungen , welche ein überaus erfreuliches Resultat für deren
Zweckmäßigkeit in den österreichischen Landen ergaben. Als das
Institut der Schwurgerichte dort ein unerwartetes Ende erreichte,
mußte die Gerichtszeitung, wollte sie nicht eingehcn, sich eine an-
dere Aufgabe stellen, und dieses ist ihr so vorthcilhaft gelungen,
daß sie als Muster einer Zeitung für Praktiker betrachtet werden
darf, indem ihre Mittheilungen das Rechtsgebiet in seiner Mannich-
faltigkeit so weit umfassen, als die Ereignisse auf demselben na-
mentlich für den Praktiker Interesse haben und die Kenntniß der-
selben die nothwendige Verbindung zwischen Theorie und Praxis
vermittelt. Die Gerichtszeitung hat jetzt ihren fünften Jahrgang
begonnen. Sie veröffentlicht interessante Rechtsfälle aus dem österr.
Zivil-, Straf- und Prozeßrecht, theilt selbstständige kurze Ab-
handlungen aus dem gemeinen und österr. Rechte mit, giebt biblio-
graphische Notizen, kurze kritische Anzeigen neuerer Schriften und
eine Ucberschau der rechtswissenschaftlichen Journalistik. Vcrhält-
nißmäßig am zahlreichsten sind die wechselrechtlichen Abhandlungen
und Entscheidungen, und diese, von welchen einige hier besprochen
werden sollen, haben auch für den nichtösterreichischen Praktiker das
meiste Interesse, obgleich Mancher mit dem Ref. oft nicht wird
leicht zugänglich sein für die Einsicht, wie man die eine oder die
andere Frage nur hat in Zweifel ziehen können, z. B. ob der Tras-
Krit. Zeitschrift für gesruiimte RcchtSw. II. Bd. 15

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