Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

22. H. Schulze. Die staatsrechtliche Stellung des Fürstenthums Neuenburg in ihrer geschichtlichen Entwicklung und gegenwärtigen Bedeutung. Mémoire sur la question de Neuchâtel 1856

192 Schulz«: Die staatsrechtliche Stellung Neuenburg«.
„Die Handelsgesellschaft allein sei berechtigt und verpflichtet, die Ge-
sellschafter erhielten Rechte erst nach ihrer Auflösung, seien jedoch
solidarische Bürgen für die Verpflichtungen der Hauptschuldnerinn,"
läßt sich nur mit dem sehr natürlichen Wunsche erklären, ganz un-
haltbaren Behauptungen, insbesondere dem angeblichen Vorzugsrecht
der Gesellschaftsgläubiger, eine theoretische Unterlage zu schaffen*).
Das Deutsche Gesetzbuch wird hoffentlich diesen Künsteleien für
immer ein Ziel setzen.
Goldschmidt.

H. Schulze. Die staatsrechtliche Stellung des FürstenthumS
Neuenburg in ihrer geschichtlichen Entwicklung und gegen-
wärtige» Bedeutung. Jena. Mauke. 1854.
Vlemoirv sur 1s ciuestion (je Reucliütej 1856.
^ 'i
Zwei sehr unähnliche Schriften stellen wir hier zusammen. Die
erste zu Gunsten des preußischen Fürstenhauses, die zweite gegen
dasselbe und zu Gunsten der Schweiz streitend, sind sie mehr als
alle anderen uns bekannten geeignet über die in der jetzigen Ver-
wicklung auf beiden Seiten in Betracht kommenden politischen und
rechtlichen Argumente zu orientiren. Sie zeichnen sich in gleichem
Maaße durch Klarheit, Uebersichtltchkeit und Gewandtheit der Dar-
stellung aus. Im Uebrigen ist die Verschiedenheit groß. Die erst-
genannte Schrift hat den Vorzug nichtofficiellen Ursprungs, rein
wissenschaftlichen Charakters und den, lange vor diesen letzten Wirren
erschienen zu fein, während die zweite von der Schweizer Bundes-
regierung ausgegangen den Character einer für den schwebenden
Prozeß bestimmten Parteischrtft an sich trägt. Zudem, was die
Hauptsache, die Schulzesche Schrift ist ein Buch, eine umfassende,
gelehrte Darstellung der staats- und völkerrechtlichen Verhältnisse

*) FrsmSry, welchem diese Theorie den Versuch ihrer historischen Begrün-
dung verdankt, ist offen genug, das zuzugestehen: Etudes de droit coram, p.
34. Andere französische Schriftsteller, wie Duvergirr, Dölangle, Troplong
gehen so wett, was fie in den Franzöfifchen Gesetzbüchern nicht finden können,
in den Pandekten zu suchen, und allen Ernstes die Behauptung zu wagen, daß
die Römer eine jede Gesellschaft als juristische Person anerkannt hätten!

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