Full text: Volume (Bd. 1 (1853))

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Levi, Commercia! Läw.

Handelsstadt Deutschlands, einer Stadt, welche mit England in
der regesten Verbindung steht! — Andere Gesetze haben dasselbe
Schicksal. So ist z. B. das Editto politico de navegazione rnercantilc
austriaca in data di Vienna, il di Aprile 1774, ans Saint-Zoseph,
der das 2. Kapitel desselben als Auszug eines Edikts vom 25. Juli
1774 giebt (S. 148), in Levi Bd. 2. S. 273 übergegangen, und
dort irrthümlich als Kapitel XXL bezeichnet.
Der Verfasser erwähnt zwar die Concordance Saint-Joseph's
in der Vorrede S. IX a. E., aber nur als ein Hülfsmittel, wel-
ches ihm während seiner Arbeit unvermuthet zugekommen ist. Erst
Ln dem Advertissement im zweiten Bande wird eine stärkere und
unmittelbare Benutzung der Concordance angeführt, aber zu spät,
um den Verfasser gegen das zu rechtfertigen, was schon der Inhalt
des ersten Theiles des ersten Bandes gegen ihn begründete. Zn der
Vorrede sagt er: Ln dem Fortgange seiner Untersuchungen in den
öffentlichen Departements und Anstalten habe er ein Werk von gro-
ßem Verdienst getroffen, die Concordance; manche von den in der-
selben^gefundenen Dokumenten seien schon in seinem Besitze gewesen,
allein für manche andere sei er dieser schätzbaren Sammlung ver-
verschuldet, insbesondere für die Uebersetzung des russischen Ge-
setzbuches, welches sonst eine Arbeit von einiger Schwierigkeit ge-
wesen sein würde. — In dem Plane seines Werkes wird aber
Saint-Ioseph unter der benutzten Literatur nicht angeführt. Es
heißt dort, das ausländische Recht sei meistens aus Gesetzbüchern
entnommen; die meisten derselben, solche als das niederländische,
spanische, russische, ungarische und portugische Gesetzbuch, seien
in einer französischen Uebersetzung vorhanden gewesen, was ihre
Veröffentlichung sehr erleichtert habe. Die französische Uebersetzung
des russischen Gesetzbuches sei verglichen worden mit einer deut-
schen Uebersetzung, welche auf Befehl der russischen Negierung für
die baltischen Provinzen verfertigt worden sei. — Man sollte hier-
nach glauben, der Verfasser habe die Vergleichung vorgenommen.
Dieses ist aber nicht der Fall. Dasselbe, was Levi sagt, giebt
Saint-Ioseph über das russische Gesetzbuch wörtlich an, mit dem
Hinzufügen,^ihm sei das deutsche Manuskript anvertrauet worden.
— Weßhalb sagt der Verfasser hier nicht ehrlich, er habe das
russische Handelsgesetzbuch aus der Uebersetzung der Concordance
entlehnt? Er spricht dieses sogar in der Vorrede bei dem, was
er über das rassische Gesetzbach sagt, nicht geradezu aas. — Er

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