Full text: Volume (Bd. 1 (1853))

24. Bluntschli, Allgemeine deutsche Wechselordnung

230 Bluntschlt, aVgemkine deutsche Wechselordnung.
Verfassungen betrifft, so wird hier, wenigstens für die in engli-
scher und französischer Sprache abgefaßten, verlangt werden dür-
fen, daß nicht nur eine Uebersetzung, sondern auch der Text ge-
geben werde. Die schon in der Pölitz-Bülauschen Sammlung
mitgetheilten fremden Verfassungsgesetze aber erheischen offenbar
eine neue, minder mangelhafte Uebersetzung.
Jena.
E. v. Stockmar.

Allgemeine deutsche Wechselordnung mit dem k. bairischen Einführungsge-
setze und dem k. bairischen Gesetze über die kaufmännischen Anweisungen erläu-
tert von l)r. I. C. Bluntschlt. Erlangen 1852 (157 Seiten).
Neben den Commentaren der allgemeinen Wechselordnung,
welche ohne Rücksicht auf die Localgesetzgebung einzelner Bundes-
staaten das Gesetz vom allgemeinen Standpunkte aus behandeln,
erscheinen allmählig auch Bearbeitungen, welche für den Gebrauch
einzelner Staaten berechnet sind, und darum eine mehr locale
Färbung an sich tragen. Dahin gehören die im Jahr 1850 (in
neuen Auflagen) erschienenen Werke von K a l e ssa und B l a sch ke,
welche das österreichische, und nun das von Bluntschli, wel-
ches das bairische Recht darstellt.
Die Wechselordnung hat ihre Grenzen möglichst enge gesteckt,
und verweist eine Reihe von Rechtsfragen, die gewöhnlich im
Wechselrechte abgehandelt werden, in das Particularrecht der Ein-
zelstaaten, deßhalb sind Bearbeitungen des Gesetzes mit Rücksicht
auf die Particulargesetzgebung einzelner Länder nicht nur für die
Angehörigen des betreffenden Staates, sondern auch für das Ge-
sammtpublicum von Werth. Ans der andern Seite läßt sich nicht
verkennen, daß die Erläuterung des allgemeinen Gesetzes vom lo-
calen Standpunkte leicht eine einseitige Richtung einhält, welche
die Ausbildung einer gemeinsamen Gesammtjurispruden; hemmt,
und wegen der Convenienz des Wechselverkehrs im einzelnen Staate
den Gesetzesvorschriften eine Deutung gibt, welche die Landes-
praris mit der allgemeinen Jurisprudenz in Widerstreit zu brin-
gen droht. Der Herr Verfasser, welcher seinen Stoff mit voller
Sachkenntniß und möglichster Unbefangenheit behandelt, hat sich
van dem Fehler dieser Einseitigkeit im Wesentlichen freigehalten,
darum wir sein Werk auch außerhalb Baierns Aufnahme finden.

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