Full text: Volume (Bd. 1 (1853))

S ell, Römische Lehre der dinglichen Rechte oder Sachenrechte. 143
thumserwerb keine Rede sein. Der Wille der Eigenthumsüber-
tragung bildet also nicht selbst, wie Puch ta annimmt, die causa
traditionis; aus dem Vorhandensein einer justa causa wird er
erkannt.
Weil es nur darauf ankommt, daß die Partheien ein Rechts-
geschäft im Sinne haben, woraus sich die Absicht des Eigenthums-
übergangs ergibt, ist dessen übriger Inhalt für die Tradition ohne
Bedeutung. Eine Uebergabc wegen verbotnen Spiels überträgt
also, wie Puchta, Vorl. S. 293 bemerkt, vollständig Eigenthum.
Scll hält dies für unrichtig, weil ein verbotenes und in Folge
dessen nichtiges Geschäft als juristisch gar nicht eristirend zu be-
trachten sei und einer solchen traditio also jede causa fehle. Ein
Blick auf die coruliclio ob lurpem vel injustam causam (D. 12, 5)
genügt aber um diese Argumentation zu würdigen.
Werden beide Partheien von dem Motiv geleitet, Eigenthum
übergehen zu lassen, so ist es auch gleichgültig, ob bei beiden die
Vorstellung des Motivs dieselbe sei; Julian fr. 40, D. d. a. r. d.
(41, 1"). Dem widerspricht bekanntlich scheinbar Ulpian in fr. 18
I). de rcb. crcd. (12, 1). Er untersucht hier, ob ein Mutuum
vorhanden sei, wenn ein Theil eine Summe schenken wollte, der
andere sie als Darlehen empfing, und verneint die Frage mit
Recht, fügt aber hinzu magisque nummi accipientis non fieri. Der
Vers, glaubt S. 56 Anm. 2, die Stellen vereinigen zu können.
Man solle nur diese Worte so verstehen, als sage der Jurist,
wenn animo donandi Geld gegeben ist, aber quasi mutuum empfan-
gen wird, trete die durch eine condictio geltend zu machende Re?,
stitutionspflicht sofort ein; der Empfänger dürfe
sonst (!) beim Mutuum erst nach einer gewissen Zeit'^ssfümirktt/
und was der Geber, wenn er auch das Eigen-kÜim^WN:tttt!>KÄ
habe, sofort klagend zurückverlangen4öUUej das ÜUb^vUssnri-stlsch (!)
gar nicht verloren. Allein schwerlich "Mrdl'MptiNi tfrttt
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