Full text: Volume (Bd. 1 (1853))

18. Sell, Römische Lehre der dinglichen Rechte oder der Sachenrechte

138 Sell, Römische Lehre der dinglichen Rechte oder Sachenrechte.
Was ich im Auge habe ist nichts Anderes, als ein verbesserter
und vermehrter (beziehungsweise verkürzter) Kiccius, der unseren
heutigen Bedürfnissen durchaus nicht mehr entspricht. Folgendes
dürften die Anforderungen sein, welche man an ein solches Ver-
zeichniß zu stellen hätte: ein sorgfältiger Inhaltsauszug, eine Kri-
tik der Urkunde und ihres Inhalts, nöthigen Falls auch Er-
läuterungen desselben oder Anführung von Werken, in denen eine
Kritik und Erklärung gegeben wird, sowie die Angabe der Bücher,
wo die Urkunde und wie sie gedruckt ist. Die alphabetische Ord-
nung nach den Städten würde am zweckmäßigsten sein. Es leuch-
tet ein, welche Vortheile derartige Verzeichnisse bieten: sie schaffen
das Material herbei, erleichtern dessen Benutzung, sparen oft die
Einsicht in die Urkunde und gewähren eine Uebersicht über den
gesammten Stoff, ohne welche kein bestimmter Plan bei der nach-
maligen Herausgabe durchgeführt werden kann.
Liegen uns aber erst vollständige Verzeichnisse vor, so kann
die nöthige Ordnung und Richtung des Materials keine Schwie-
rigkeit mehr haben, und es kann dann Hand an die Herausgabe
des „codex iuris municipalis Germanici“ selbst gelegt werden. Viel-
leicht dient die Gaupp'sche Sammlung dazu, dies für Rechtswis-
senschaft und Geschichte gleich bedeutungsvolle Unternehmen ernst-
licher anzuregen, als es bisher geschehen ist.
Marburg.
I)r. Wilhelm Arnold.

Römische Lehre der dinglichen Rechte oder Sachenrechte, von Dr.
Karl Sell ordentlichem Professor der Rechte u. s. f. zu Bonn. Erster Thcil:
Römische Lehre des EtgenthumS. Zweite Auflage. Bonn, Verlag von H. L.
König.
Dem Publikum wird dies Werk sofort in der zweiten Auf-
lage geboten. Wo die erste blieb, darüber belehrt uns die Vor-
rede. Sie war nur für die Zuhörer des Verf. bestimmt und er-
schien im Sommer 1841 in Quart, auf beiläufig 27 Bogen. In
seiner fetzigen Gestalt hat es bedeutend an Umfang zugenommen,
zu einem wissenschaftlichen Ganzen ist es aber noch nicht gewor-
den. Regeln und Ausnahmen und Spezialitäten sind in Menge
zusammengetragev aber eine tiefere Begründung wird vermißt.
Historische Notizen sind hie Md da zerstreit, aber eine wahrhaft

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