Full text: Volume (Bd. 1 (1853))

26 Das sogenannte Schrifteigenthum. Das Autorrecht.
schiedenen Ländern verschieden bestimmt wird. Um daher wirksamer
zu helfen, waren völkerrechtliche Verträge nöthig, welche
für die Angehörigen bestimmter Länder die Zweifel beseitigten.
Diese Bahn ist denn auch in neuerer Zeit vielfach betreten wor-
den. Oesterreich hatte schon 1840 mit Sardinien, und andern
italienischen Staaten und dem Canton Tessin einen derartigen Ver-
trag geschlossen, Preußen 1846 mit England ebenso. Frank-
reich ist es erst 1851 geglückt mit Portugal, Hannover und
Großbritannien solche Verträge zum Abschluß zu bringen, und seit-
her wird ernstlich an neuen ähnlichen Verträgen vielfältig gear-
beitet. , So wird allmählich völkerrechtlich für allgemeinen Schutz
des Autorrechts gesorgf. Aber noch hat, soviel ich weiß, keine
Gesetzgebung es gewagt, die einfachste und gerechteste Lösung,
die wiederholt in neuester Zeit beantragt worden, durch Sanetion
des allgemeinen Rechtsprincips vorzunehmen, -es sey das Autor-
recht, als ein der Person des Autors zugehöriges Recht auf aus-
schließliche Veröffentlichung seiner Werke, sowohl für einheimische
als für fremde Autoren, und auch für auswärts gedruckte Werke
der einen oder andern ohne alle Bedingung der Gegenseitigkeit,
vollständig und gleichmäßig zu schützen.

Bluntschli.

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