Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

Die Obligation u. Singularsnccession des röm. u. heutigen Rechts rc. 63
sey, muffen diesem Argumente von vornherein alle Bedeutung ab
sprechen. Wenn man aber auch wegen L. 11. vig. de duob. r.
Nov. 99 c. 1. etc. die Möglichkeit solcher Verbürgung annimmt,
so folgt daraus doch nichts gegen die objektive Einheit der C.-O.
(S. übrigens wegen L. 11 V. eit., Savigny a. a. O. S. 269).
Die Sache verhält sich nämlich so. Die Bürgschaft, welche ein
correus für den anderen leistet, hat einzig in der Richtung eine
juristische Bedeutung, daß der eorreu5 aus seiner Bürgschaft auch
für solche Accessionen der Hauptschuld haftet, welche in der Person
des correus, für den er sich verbürgte, entstanden find, für welche
er als bloßer correu8 nicht einstehen müßte). L. 54 pr. D. lo-
cat. XIX. 2. —- L. 24 8. 1 v. de usuris XXII. 1. -- 8. L.
49, 88, 91. §. 4 D. de verb. obl. XLV. 1. — L. 48 D. de
fidej. XLVI. 1.), oder daß er durch die Verbürgung die primiti-
ven Eigenthümlickkeiten der subjectiven Beziehung des anderen
correus zur O. nunmehr in das Bereich seiner Haftung zieht.
Dafür verbürgt sich der correus, nicht aber für daS Principale,
die C.-Obligation. ES liegt sonach kein Grund vor, welcher nö-
thigen würde, bei Annahme der Zulässigkeit einer Verbürgung der
correi für einander, die Einheit der O. aufzugeben. -*• DaS
durch Nov. 99 c. 1. (welche ich mit Savigny a. a. O. S.
279 ff. auslege) eingeführte Verfahren, eine rein willkürliche An-
ordnung Justini ans, berührt unsere Frage gar nicht. —
K. beruft sich in §. 37 (S. 148 ff.) auch darauf, daß die
mora des einen correus dm übrigen nicht schade. (L. 32 §. 4
Dig. de usuris.) Dieser Satz soll der herrschenden Theorie ge-
radezu widersprechen, und K's. Auffassung der C -Obligation bestä-
tigen. Ribbentrop (S. 28 ff.) erklärt denselben auö dem
Umstande, daß die mora eine Interpellation des Schuldners durch
den Gläubiger, also eine Thätigkeit des letzteren voraussetze, durch
welche eine besondere subjective Beziehung zwischen dem Gläubiger
und dem Eingemahnten begründet werde. K. hält diese Erklä-
rung deßhalb für ungenügend, weil die mora in manchm Fällm
auch ohne Interpellation eintrete. Allein, mit Ausnahme der
Delietsfälle, welche mit der C^O. nichts zu schaffen haben, und
der mora ex die ist eine Interpellation nur bei Abwesenheit deS
Schuldners nicht erforderlich, um denselbm in moram zu versetzen,
in welch letzterem Falle aber auch eine gewisse Thätigkeit N#

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