Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

Heber die langobardischen Gesetze.

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in Ouartform. Für die Monumenta Germaniae historica wurde
die Madrider Handschrift zuerst benutzt von Dustot, Pertz Archiv
VII. 770 — 772, Monumenta Leg. I. praef. p. 26. Von
neuem untersuchte sie Knust, der eine Abschrift der mehrfach er-
wähnten Origo daraus nahm (Pertz Archiv VIII. 216). Wie die
Caveser Handschrift, so ist auch die von Madrid im Herzogthum
Benevent geschrieben, und der Tert beider ist in bestimmten Theilen
eng verwandt. Auch der Madrider Coder enthält Bildnisse der
langobardischen Könige und des Beneventaner Herzogs Arechis,
sie sind sämmtlich in der Ausgabe von Vesme wiedergegeben.
Auf die Edicte folgen ein Capitular des Beneventaner Fürsten
Adelchis, welches Vesme im V. Anhang abgedruckt hat, und der
Anfang eines langobardischen Glossars (VII. Anhang), in dessen
Mitte die Handschrift abbricht. Die Fortsetzung derselben, die
langobardischen Capitularie« der fränkischen Könige enthaltend,
glaubte Pertz in einem Coder der Bibliothek Chigi in Rom ge-
funden zu haben, Codex Chisianus F. I V. 75. Gegen diese An-
nahme spricht jedoch das Alter dieses Coder, welchen Pertz selbst
in das X. Jahrhundert setzt (Archiv V. 308), während der von
Madrid nach der Angabe im Archiv selbst dem XI. angehört.
In der Madrider Handschrift folgt auf das Register zu
Notharis Edict eine von einem Geistlichen in gewandter Sprache
geschriebene Ermahnung an die Richter gerecht zu richten, welche
bei Vesme in den kritischen Noten p. 280 steht.
10) Codex Gothanus n. 84, olim S. Martini Moguntini
saec. XI. in. fol. maj., beschrieben bei Pertz, Monumenta Leg.
I., praef. p. 28 j Haenel lex Romana Wisigothorum p. XLVI;
Merkel Lex Alamannorum p. 4. In dieser aus vier verschie-
denen Theilen bestehenden Handschrift finden sich die langobardi-
schen Gesetze in zwei verschiedenen Recensionen. Das Edict steht
im vierten Theile I'ol. 338 — 375. Im zweiten Theile dagegen
fol. 165 — 194 (nicht wie Vesme angibt f. 147 — 223)
findet sich jener erste Versuch einer systematischen Zusammenstellung
des Langobardenrechts von einem sonst unbekannten Verfasser
Lupus, auf welchen Merkel, Geschichte des Langobardenrechts S.
19, aufmerksam gemacht hat. Diese Arbeit, welche den Titel Con-
cordia de singulis causis führt, wurde für den Grafen Eber-
hard von Rhätien und Friaul verfasst, sie scheint jedoch nicht in

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