Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

11. Ueber die Handschriften und den ältesten Text der langobardischen Gesetze nach der Ausgabe von Baudi di Vesme

IX.

lieber die Handschriften und den ältesten Text der
langobardifchen Gesetze nach der Ausgabe von Baudi
di Vesme.
Die Geschichte des deutschen Rechts wird nur dann eine
sichere Grundlage erhalten, wenn wir sämmtliche Quellen in zu-
verlässigen kritischen Ausgaben besitzen. Niemand wird den großen
Gewinn verkennen, den die historische Forschung aus den Aus-
gaben der Kapitularien und deS alemannischen Volksrechts in den
Monumenten und aus den neueren Arbeiten über die Lex salica
gezogen hat. Ein großer Theil der Quellen aber harrt noch der
kritisch sichtenden Hand, und wir find aus Terte beschränkt, von
welchen es in manchen Fallen nur zu gewiß ist, daß sie durch
eine neue Ausgabe eine ganz andere Gestalt gewinnen werden.
Namentlich gilt dieß von den Formeln, und nicht minder galt eS
von dem Rechte der Langobarden. Man war lange Zeit gewohnt,
eine Neugestaltung sämmtlicher RechtSquellen von den Monumen-
tis Germaniae zu hoffen. Dieses große Werk aber hat den all-
gemein gehegten Erwartungen nur theilweise entsprochen. Jene
allgemeine Zuversicht scheint sogar der Sache selbst wenig förder-
lich gewesen zu seyn. Denn sie lähmte die Privatthätigkeit, durch
welche das Ziel vielleicht weit früher erreicht worden wäre.
Nun ist uns Italien mit einer neuen Ausgabe des langobar-
dischen VolkSrechtS zuvorgekommen. Die langobardifchen Gesetze er-
scheinen hierin eben der Gestalt, inwelcher sie in den Monumenten er-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer