Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

10. Zur neuesten civilistischen Literatur. (Fortsetzung und Schluß) Zur neuesten civilistischen Literatur. (Fortsetzung und Schluß)Die Anerkennung als Verpflichtungsgrund u. s. w. von Otto Bähr

VII.
Jur neuesten civilistischen Literatur.
(Fortsetzung).
Die Anerkennung als Verpflichtungsgrund, von Otto Bahr.
Zur Beurtheilung deS Buches, worüber S. 1 fg. Bericht
erstattet wurde, schreitend, müssen wir vorerst, was „die römischen
Grundlagen" betrisst, rühmend anerkennen daß der Vf., unter ge-
schickter Verwendung der Forschungen anderer, mit sicherm Takt seinen
Gegenstand erfaßt und eine in sich wohlabgerundete Darstellung gegeben
hat, die selbst, wo man ihr nicht beistimmen kann, etwas bestechen-
des hat. Auch die im Anhang weiter ausgeführte wesentlich neue
Ansicht über die oxeeptio non numvrstsv peeuniw, auf welche
die Vorrede S. V mit einer gewissen Scheu hinweiSt, ist in einer
Weise entwickelt und begründet, welche den Vorwurf deS Haschen-
nach Neuem jedenfalls auöschließt, ja wohl gar die herrschende
Lehre in der That zu erschüttern geeignet erscheint. Sie tritt
dieser schnurstracks mit dem Satze entgegen, daß die vresptio die
einfache Beweiskraft deö Empfangbekenntnisses auch innerhalb der
gesetzlichen Frist nicht ausschließe, während sie nach Ablauf dieser
Frist überall nicht mehr zulässig sey. Gneist (formelle Verträge
S. 19.) bezeichnet es noch als „jetzt unbestritten und nach Lage
der Quellen unbestreitbar", daß innerhalb der zweijährigen Frist
der Gläubiger, ohne sich auf den Schuldschein berufen zu können,
die Zahlung deS Darlehens anderweitig beweisen müsse. Aber

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