Full text: Volume (Bd. 4 (1857))

196 Das neuere deutsche Strafproceßrecht.
eS in der Natur der deutschen Wissenschaft, daß sie sich nicht damit
begnügt, in Ruhe zu genießen was der Tag bringt, sondern
unermüdlich vorwärts strebt. Sie prüft die neuen Einrichtungen
bis ins Einzelnste und von allen Seiten; sie findet da und dort
etwas Mangelhaftes, sucht es zu verbessern und ruhet nicht eher,
als bis sie an den Gränzen des Möglichen angekommen. Endlich
versteht eö sich bei der nahen Verwandtschaft des neuen deutschen
mit dem englischen und französischen Strafproceßrechte von selbst,
daß eS in unserer neueren deutschen Literatur neben den commen-
tirenden und kritisch-reformatorischen Werken auch nicht an
theilweisen oder das Ganze umfassenden Bearbeitungen dieser beiden
Rechte fehlen kann.
Auch hier wie oben sollen nur einzelne Schriften hervorge-
hoben werden. Zu den die Reform im Ganzen oder doch in
ihren Grundlagen behandelnden Schriften gehören:
I. C. Hägens „Ueber die Einführung der Geschworenen für
Civil- und Criminalsachen in Deutschland." Paderborn 1848.
Lippert „theoret. prakt. Anweisung zur Einführung des
öffentl. mündl. Strafverfahrens." re. Mainz 1848.
R. Köstlin „derWendepunkt des deutschen Strafverfahrens
im 19. Jahrh. kritisch und geschichtlich beleuchtet, nebst ausführlicher
Darstellung der Entstehung des Geschwornengerichts." Tüb. 1819;
— ebenso dessen „Geschwornengericht für Richtjuristen." Tüb.
1849. v. Daniels „Ursprung und Wetth der GeschworNen-
anstalt." 1848.
Dernburg „Ueber den Werth und die Bedeutung der
Schwurgerichte." Frankfurt a. M. 1848.
Temme „Grundzüge eines deutschen Strafverfahrens."
ArnSberg 1850.
Geib „Reform des deutschen Rechtslebens/' Leipzig 1848.
Götze „Ueber die preußischen Schwurgerichte und deren Re-
form" mit Zusätzen herausg. v. Keller. Berlin 1851.
A. Büchner „die französischen Revolutionstribunale und
das Geschwornengericht." Erlangen 1854.
Hieher gehören sodann auch einzelne Abschnitte aus Biener's
„das englische Geschwornengericht". 3 Bde. Leipzig 1852—1855;

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