Full text: Volume (Bd. 2 (1855))

13. Karl Friedrich Eichhorn : Nekrolog

XI.

Kart Friedrich Eichhorn.

Nekrolog.
Am 4 Juli ist zu Köln ein um unser Vaterland hochver-
dienter Mann, einer der ersten Gelehrten Deutschlands, der
Schöpfer einer wissenschaftlichen Behandlung des deutschen Rechtes,
Karl Friedrich Eichhorn, gestorben.
Ein Sohn des berühmten Theologen und Historikers Johann
Gottfried Eichhorn, war Karl Friedrich am 20 November 1781
zu Jena geboren, verließ indessen seine Vaterstadt bereits in seinem
7ten Jahre und siedelte nach Göttingen über, wo sein Vater bis zu
seinem Tode, im Jahre 1827, eine der Hauptzierden der Universität
bildete. Schon in seinem 17ten Jahre konnte der reichbegabte funge
Mann die Universität Göttingen beziehen und sich unter Pütter'S,
Hugo'S und Runde's Leitung dem Studium der Jurisprudenz
widmen. Bereits im Jahre 1801 erwarb er zu Göttingen die
juristische Doctorwürde. Sein Entschluß war es, sich der Uni-
versitäts-Laufbahn zuzuwenden und namentlich über öffentliches
Recht zu dociren; da er indessen von der Ueberzeugung durchdrungen
war, daß bloß gelehrte Kenntnisse hierzu nicht auSreichen, daß
vielmehr daneben eine praktische Anschauung der Lebensverhältnisse
noth thut, so besuchte er in den Jahren 1801 und 1803 Wetzlar
und Wien und lernte den Geschäftsgang des Neichs-Kamme^-
gerichtes und des ReichS-Hofrath^s näher kennen, so wie er M
auch längere Zeit zu RegenSburg, dem Sitze deS Reichstage-,
aufhielt. - . n

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer