Full text: Volume (Bd. 5 (1857))

72 Die neueren Bearbeitungen der Polizeiwissenschaft.
3. Repressive 5 S.
4. Entdeckende (gerichtliche Polizei) 84 S.
VI. Organisation der P. 14 S.
1. Bau des polizeil. Instituts als einheitliches Ganzes
246 S. (Arbeitötheilung. Trennung von der Rechts-
pflege. Verhältniß zur Strafrechtspflege. Keine
militärische Organisation. Centralisation.)
2. Organisation und Verhältniß der einzelnen Polizei-
Behörden 192 S.
3. Die persönlichen Verhältnisse der Polizeibeamten
146 S. (Erforderliche Eigenschaften. Auswahl u.
Ausbildung. Besoldung rc.)
4. Allgemeine Landespolizei. Hohe Polizei. Politische
Polizei. Geheime Polizei 63 S.
Diese Uebersicht läßt kaum die Gemeinschaftlichkeit des Stoffes
erkennen; man ist bei ihrer Betrachtung zu der Annahme versucht,
die beiden Schriftsteller hätten ihre Arbeiten zwei verschiedenen
Zweigen der Wissenschaft, nur unter gleichlautender Benennung,
gewidmet. Die Erklärung liegt theils in einer durchgreifenden
Verschiedenheit der Methode, theils in einer ungleichen Be-
gränzung des Stoffes. Es ist von Interesse, diese Abweichun-
gen zu untersuchen und so zu ermitteln, in welchen Beziehungen
das neuere Werk einen Fortschritt, in welchen es einen Rückschritt
der wissenschaftlichen Bearbeitung zeigt.
Was sich dem Leser zunächst aufdrängt, ist die Wahrnehmung,
baß Z's größeres Werk durch Weitschweifigkeit und oft läppische
Plauderhaftigkekt in demselben Maß ermüdet, in dem die Dar-
stellung von M. durch Klarheit, Ruhe und Präcision ausge-
zeichnetist. Es liegt jedoch nicht in unserer Absicht, auf diese
und andere Eigenthümlichkeiten, die für den bezeichneten Zweck
dieser Besprechung unerheblich erscheinen, näher vergleichend ein-
zugehen. Prineipiell wichtig für künftige Bearbeitungen der Polizei-
wissenschaft sind nur jene beiden Fragen in Betreff der Methode
und der Begränzung des Stoffes.
I. Hinsichtlich der Methode äußert eine erste Grund-
verschiedenheit sich darin, daß M., den meisten seiner Vorgänger
folgend, die Gegenstände des polizeilichen Wirkungskreises son-
dert und in dieser Sonderung darstellt, während Z. die Arten

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