Full text: Volume (Bd. 5 (1857))

Das Beweisverfahren nach deutschen Rechten. 249
Leistungen glicht den geringsten Abbruch thuu; sie wären mit Leich-
tigkeit zu beseitigen, wenn nur erst für die übrigen wichtigeren
Quellenkreise gleich gründliche Untersuchungen angestellt wären.
Gar nichts dagegen scheint uns, wir müssen dieß hier nochmals
wiederholen, mit der verworrenen Art gethan, in welcher Sachße
seinen Gegenstand behandelt hat; die sämmtlichen, den verschiedensten
Orten und Zeiten entstammenden Rechte als einen gleichartigen
Stoff behandeln, heißt nicht Ordnung, sondern Unordnung in
unserer Rechtsgeschichte stiften, und am allerwenigsten geht es an,
die gemeinsamen Grundprincipien des germanischen Beweisrechtes
aus einer Quelle schöpfen zu wollen, deren Proceßsystem so
mannichfache und so tiefgreifende Umgestaltungen erlitten hat wie
das der Coutume der Normandie.
(Fortsetzung folgt.)

K. Maur e r.

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