Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

Brackenhoeft, üb. d.Wirksam!. d.Contumacialsent. d. röm. Civilpr. 4L3
Victor lea) nicht schlechthin die Auctorität absprechen wollen.
Sie geht dahin:
»Legum ambigua mire distincta, vadimoniorumque solemni
remoti ( remoto: G ru t er in not. ad. h. 1. Gothofred.in
Cod. Tlieod. c. 1. de denunc. et ed. rescr. Tom. I. p.
112.) denunciandaeque litis operiendaeque (opperiendae-
que: Voorda de vadim. V. c. 2. Glück opusc. 11. p. 353.
aperiendaeque: Zenger über das Vadimonium S. 93)
ad diem commode jus introductum.»
Der Sinn dieser Stelle wird sich in folgenden Worten treu
wiederflnden: Die Zweifel, welche die Gesetze übrigließen,
wurden auf bewundeningswürdige Weise gehoben, die Förm-
lichkeit der Vadimonien beseitigt, und die Bcfugniß eingeführt,
den Beklagten durch eine Anzeige vor den Prätor zu heischen
und in einem bestimmten Termine die Strcitverhandlungen zu
eröffnen. — Daß nun diese Möglichkeit der Eröffnung der
Verhandlungen dann schon von jeher gegeben war, wenn
beide Parteien in Folge der, ebenfalls schon vor Marc
Aurel vorkommenden ltö) Denunciationen oder Aufforderun-
gen der Parteien zum Erscheinen bei Gericht erschienen wa-
ren, kann keinen Zweifel leiden. Es wurden dann, und ohne
Zweifel auch nach Marc Aurel, die zur Litiscontestation ge-
hörigen Handlungen in jure vorgenommen und, wenn die
Sache sich dazu eignete, ein judicium angeordnet. Hat Marc
Aurel in dieser Beziehung Neues geschaffen, so muß dem

hoben. — Allein dadurch konnte wenigstens das außergericht-
liche Vadimonium nicht überflüssig werden, und es paßt wenig-
stens der Ausdruck: litis aperiendae, statt dessen dann litis conte-
standae gelesen werden müßte, nicht dazu. —
*'*) de Caesar: in vita Marci c. 16. —
Au Hadrian's Zeit bei der Vindicatio» von bona vacantia von
Seiten des FiScus: Ulp. L. 20. §. 6. 11. D. de H. P. 5, 3. und
zur Zeit von Antoninus Piu» bei der querela inofif. testam.
Paul. L. 7. D. de inoff. testam. 5, 2.

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