Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

572 E. Fr. F. Sin ton is, Von der processualischcn Natur der
schreibt, sobald sie nicht geradezu nichtig sein sollen, beobachtet
worden, damit nun noch nichts weiter erreicht ist, als mit der
einfachen Jntercessi'on vor diesem Gesetz, — daß mithin
seitdem die Erceptio des Senatsbeschlusscs gegen die un-
ter Beobachtung der Form errichteten Jnterccssi'onen
gerade ebenso statthaft ist, wie ehedem gegen die
formlosen, und also in dieser Beziehung zum Nachtheil
der Frauen, und zum Vortheil derer, welche mit ihnen
contrahiren, gar nichts geändert, nichts Neues eingeführt
ist, als die neue Ausnahme im Anfang der Constitution. —
Um noch einmal auf den gedachten Widerspruch zurückzukom-
men, so verbreitet sich § 2. freilich über die Nothwendigkeit
der Form im Allgemeinen zu deutlich, als daß uns der Wider-
spruch an der Vorschrift von der Ungültigkeit anders
als so errichteter Jntercessionen etwa irre machen kann. Auch
ist der specielle Ausnahmsfall im Anfang ganz deutlich heraus-
gehoben, daß eine formlose Jntercessi'on wenigstens dann
wirksam sein solle, wenn sich erweisen lasse, daß eine
Vergütigung stattgefunden habe. Daß sie aber, wenn dieser
Beweis mißlungen, — sin sine scriptis intercesserit, vel
instrumento non sic confecto — nicht sofort a ls nich-
tig erscheine, also schon deshalb die Klage zurückgewiesen
werden müsse, sondern erst noch es der Erceptio des Se-
natsbeschlusses bedürfen solle, das ist allerdings, weil nun die
Jntercessi'on gar nicht unter den Ausnahmsfall tritt, sondern
einfach als formlose für sich besteht, eine nach meinem Erach-
ten nicht zu übersteigende Klippe, — man müßte denn die
Worte: sin vero hoc minime fuerit ab eo approbatum,
tunc mulieri esse auxilium allgemein verstehen, all-
gemeiner, als ich glaube, daß wir, dem Sprachgebrauche
von auxilium nach, in dieser Verbindung dürfen. Daß nach
dem gesaminten Zusammenhänge aber auf die Erceptio
nichts mehr ankommen kann, es ihrer nicht mehr be-
darf, daß immerhin bei dem mißlungenen Beweise der Vergü-

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