Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

364 C. Fr. F. Sintenis, Von der processualischcn Natur der
Verwirklichung mit absoluter Sicherheit für den Fall des
Verlustes des Protestes entgegenzusehcn ist. Mithin ist der
Fall noch weit mehr dazu geeignet, daß der Senatsbe-
schluß in ihm bei Seite gefetzt werde, als die oben schon
besprochenen in Gemäßheit des Inhalts der C. 22. I>. t.
Ja, nach den in dieser enthaltenen Vorschriften muß die
in Betreff des Verzichts in Fr. 32. §. 4. d. sogar zum
Theil als antiquirt und er selbst seitdem als überflüssig er-
scheinen. Denn in der Uebernahme der Vertheidigung des
durch die Jntercessi'on ausgetretenen Schuldners ist sicher-
lich eine solche Handlung enthalten, die, wenigstens nach Ver-
lauf zweier Jahre vorgenommen, die Jntercessi'on kräftig ma-
chen kann.

§• 6.
Aenderungen in dieser Lehre durch Justinian's C. 23. ad
Set. Veil.
In der Lehre von den Jntcreessionen der Frauen hat
Justinian sehr wichtige und tief eingreifende Gesetze erlassen.
Einer Constitution ist bereits gedacht worden. Noch viel wichtiger
war die nächstfolgende desselben Titels. In C. 23. ad Set.
Vellej an. verordnet er, in der erklärten Absicht, Schwierig-
keiten und unnütze Spitzfindigkeiten der ältern Gesetzgebung
zu beseitigen:
1) «eine Frau, welche von Anfang herein oder nachmals
etwas dafür bekommen^), daß sie intercedire, solle schlechthin
haften, gleichviel in welcher Form dies geschehen sei, ohne von
der Hülfe des Senatsbeschlusses Gebrauch machen zu können.
Sei ein schriftlicher Aufsatz darüber ausgenommen worden und
darin der Empfang bekannt, und jenem eine öffentliche Be-

*5> Die Frage, wieviel dies sein müsse, ist bekanntlich auch hart be»
stritten, s. Glück, a. a. O.

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