Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

Rechtswohlthaten der Frauen in Bezug auf Jntercessionen 347

zur Anwendung gebracht wird^). In der dritten ist daS
Verbot auf die Ehefrauen, welche für ihre Ehemänner
intercediren, beschrankt. Davon s. §. 7. In der vierten
Stelle ist inanis gebraucht, wie in vielen anderen Stellen,
nämlich nur mit Rücksicht auf Mangel an Erfolg durch Ex-
ceptionen'). Die letzte endlich ist die schwächste; gleich im
nächsten Paragraphen heißt es von dem, der ipse contractu-
rus eine Frau vorgeschoben hatte, er hafte selbst und zwar
perinde eoclem genere obligationis, quo mulier est ob-
ligata, verbi gratia si per stipulationem mulier, et tu
quasi ex stipulatione convenieris. Es ist also bei non ob-
ligata in Fr. 8. §. 12. hinzuzudenken: se. cum effectu.
§. 3.
Gründe dafür, daß nach dem Senatusconsult nur
Excep tio Statt hat.
Wenden wir uns nun zu den ohne allen Zweifel über-
wiegenden Gründen dafür, daß der Senatsbcschluß nur eine
Exceptio gegen die Jntercessions-Obligation habe aufstellen
wollen so wird es schwer, unter denselben eine Reihenfolge zu
treffen, da sich viele von der überzeugendsten Stärke zumal
darbieten. Der allgemeine Grund sei zuerst genannt, daß ein
ipso jure dergestalt wirkendes Moment, wonach ein Geschäft
non valet, niemals Stoff zu einer Exceptio geben kann, und
andererseits dazu niemals nöthig ist. Die Berücksichtigung der-
selben ist dem Judex vermöge der allgemeinen Formel si paret
etc. mit übertragen, mithin kann der Verklagte vor ihm Alles

°) Etwas anders erklärt Glück", Bd. XV. S. 45. diese Stelle nach
Pothier; er versteht unter tota obligatio die des Bürgen mit.
Mir ists recht, wenn diese Erklärung mehr anspricht; der Zweck
wird immer erreicht, gleichviel auf welchem Wege. —
f) s. z. B. I‘r. 8. de cond. ob turp. cjs. »stipulatio, quae prop-
ter exceptionem inanis esset«.

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