Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

334 Bracken hoeft, üb.d. Wirksam?, d. Contumacialsent. d. röm. Civilpr.
und, wie Ulpian und Paulus sagen, auf die Hs contestata
oder das judicium acceptum hingewiesen 61). Jener stellte es
aber als Ansicht seiner Zeit auf, daß jener Zeitpunkt schon frü-
her, sobald nur mota controversia sei, oder Jemand wisse: a
se peti hereditatem, eintrete 62). Diese Ansicht beruht freilich
auf der Interpretation des Senatusconsults, allein so weit
dessen Inhalt bekannt ist, unterstützt er sie nur insofern, daß
bei einer vom Fiscus angestellten hereditati« petitio diese Haf-
tung von dem Zeitpunkt an eintritt, wo hereditas petita est,
und daß dieser derjenige sei, wo dem Beklagten die erste De-
nunciation zur Anstellung der Klage zugekommen Man
darf also die von diesem Juristen aufgestellte Ansicht als eine
zur Zeit der gedachten Rescripte allgemein geltende nicht be-
trachten. Zwar ist der Unterschied der Zeit für die Ausbildung
einer Rechtsansicht von geringer Dauer. Allein das: hoc jure
hodie utimur Ulpian's zeigt, daß die Feststellung erst zu
seiner Zeit erfolgt, und das zuletzt erwähnte Restript erklärt
denjenigen, der, nachdem schon gegen den Besitzer der heredi-
tas mota controversia war, dieselbe mit diesem Umstande unbe-
kannt kaufte, zur Herausgabe der Früchte nur in Ansehung

öl) Ulpian. lib. 15. ad edict. L. 25. §. 7. D. de II. P. 5, 3. »quan-
quam enim litis contestatae mentio fiat in senatusconsulto«.
...Paul. lib.20. ad edict. L. 40. D. eod. »Illud quoque, quod in
oratione Divi Hadriani est: ut post acceptum judicium id actori
praestetur, quod habiturus esset, si eo tempore, quo petit, resti-
tuta esset hereditas.«
82) L. 25. §. 7. D. cit. . . »tamen et post motam controversiam
omnes possessores pares fiunt, et quasi praedones tenentur, et
hoc jure hodie utimur etc. L. 20. §. 11. D. eod. . . . »nam
ubi scit, incipit esse malae fidei possessor.« . . . H effter, Jn-
stit. S. 372. will dies auf die hereditatis petitio beschränken. Al-
lein der Grund paßt doch allgemein: Sinten is, Erläut. über v.
Linde's Lehrb. I. S. 171. mit not. 1. auch Glück, Erläut. d.
P. IV. S. 200.
83) L. 20. §. 11. D. cit. »Item placet, a quibus hereditas petita es-
set« etc.

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