Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

206 C. ©eII/ Von den causis, ex quibus infitiatione Iis crescit etc.
gen dem Defensor in seinem Laugnen triftige Gründe zur Seite,
so läßt sich nun nicht annehmen, daß der ab5ens nur das
simplum zu ersetzen gehabt habe, es müßte denn, obgleich es
möglich gewesen, vom Defensor verabsäumt worden sein zu ap-
pelliren. Denn dann konnte sich der absens, von dem defen-
sor mit der actio negotiorum gestorum belangt, wegen der ver-
scherzten Hoffnung der Freisprechung allerdings weigern, nicht
nur das duplum, sondern sogar das simplum zu zahlen ^). Gab
der defensor in jure den wider den absens gebildeten Anspruch
an sich zwar zu, stellte er aber der Klage defensiones
entgegen, so konnte unserm Principe zufolge selbst im un-
günstigsten Falle doch nur eine Verurtheilung in's simplum er-
folgen. Des Defensors Nückanspruch schien davon abhängig, ob
er rechtliche Ursache hatte, den Klagegrund einzuräumen oder
nicht.
Wie bekannt, dauerte die missio in possessionem und
proscriptio bonorum eines (lebenden) indefensus dreißig Tage,
worauf aus der Gläubigermitte ein magister bonorum gewählt
wurde95), um die Güter zu verkaufen. Der Zuschlag erfolgte
erst nach abermaligem Ablaufe von dreißig Tagen"), und mit dem
Zuschläge trat der emtor bonorum an die Stelle des Beklag-
ten9^), ein Moment, der jede fernere defensio von Seiten des
letztem wie Dritter unmöglich machte. Dagegen konnten die
noch nicht gemeldeten Gläubiger fortwährend ihre Ansprüche

sunt curatores, sed adversus eos, qui turpem et indecentem hanc
negationem fecerint.
94) L. 31. §. 2. de neg. gest. (3, 5). L. 17. C. de procur. (2, 13).
L. 8. §. 8. mand. (17, 1).
95) Gajus III. 79. Theoph. ad pr. I. III. 12. Cic. pro Quinct.
c. 15. ad Att. I. 1. VI. 1. ad fam. XII. 30. 5. Quinct. I. O.
VI. 3. 51.
96) Gajus III. 79. cf. L. 16. dc reb. auct. jud. poss. (42, 5).
97) Gajus III. 77—81. IV. 34. 3). Varro de re rust. II. 10, 4.
Theoph. !. c.

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