Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

108 v. Buchholtz, Justiiiian's Verordnungen chronologisch geordnet.
lassen an und schreibe die hier stehende Subscription am
1. Juni 533 einem uns unbekannten spätem Gesetze zu 15).
' Wahrscheinlich ist es ein Uebereilungsfehler Wieling's,
wenn in seinem Register c. 34 6. 1,4, welche dem 4. No-
vember 534 angehört"), vor der c. 29 C. 5, 4 (vom 1. No-
vember 534) steht, wahrend die c. 33 C. 1, 4, die ebenfalls
dem 1. November 534 angehört, der c. 29 C. 5, 4 von Wie-
ling nachgesetzt wird, und somit als die spateste Verordnung
des Justinianeischen Codex erscheint, welche Ehre der c. 34
C. 1, 4 zu Theil werden muß, wenn man nicht als solche
richtiger die Bestätigung des neuen Codex in der constitutio
Cordi, welche Wieling aber nicht anführt, und die dem 16.
November 534 angehört, nennen will.
Endlich können wir eine zweite Art von Fehlgriffen Wie-
ling's nickt mit Stillschweigen übergehen, daß er nämlich eine
Reihe von Verordnungen Justini an zugeschrieben hat, die
seiner Regierung nicht angehören. Wir wollen es ihm weniger
zurechnen, wenn er eine Reihe Gesetze Justin's dessen Adop-
tivsöhne zuschreibt, wie dies mit c. 12 6. 1, 5; c. 19 6.5,3;
c. 23 C. 5, 4; c. 3 und c.4 C.7, 63 und c. 5 C. 12, 34 der
Fall ist, und noch weniger, wenn er Verordnungen Justi-
nian's, welche zu dessen Novellen gezahlt werden müssen, im
guten Glauben als zum Codex gehörig, aufzahlt, wie c. 29
und c. 30 6. 4, 31 und c. 4 C. 8, 52; aber grobe Verstöße
sind es, wenn er eine Stelle des Post-Justinianeischen
Rechtes c. 37 6. 9, 9, eine Verordnung Constantin's c.
uu. 6. 12, 32 (33), ein Rescript von Diocletian und
Maximinian c. 11 C. 3, 33 und eine ganz unachte Con-
stitution c. 3 C. 2, 59 für Justinianeische Constitutionen

l3) Für diese letztere Annahme erklärt sich Witte a. a. O. S. 162.
Er scheint jedoch dieselbe später aufgegeben zu haben. Vergl. Kriti-
sche Jahrbücher der gesammten Rechtswissenschaft. 1837. S. 18.
") Collectio XXV. capitulorum, cap. 21 in Heimbach's Anecdota
Tom. II. pag. 180.

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