Full text: Volume (Bd. 2 (1843))

106 v- Buchholtz, Justmian'S Verordnungen chronologisch geordnet.
wohl nur die Nothwendigkeit übrig, die Worte anno secundo
hinter post consulatum Lampadii et Orestis fortzustreichen
und die c. 37 als am L. September 531 erlassen zu erklären,
wenn gleich keine Handschrift für diese Lesart eitirt werden
kann. Auf solche Weise stimmt unsre c. 37 ebenso mit der
unmittelbar vorhergehenden, welche ebenfalls dem 1. Septem-
ber 531 angehört, als sie mit der Subscription der e. 12 6.
6, 22 in Harmonie steht, welche, nach der gewöhnlichen An-
nahme ein paar Monate neuer, unsre c. 37 ganz gut citiren
kann. Doch scheint es richtiger, diese c. 12 auf die Autorität
der Handschriften zu Verona und zu Pistoja ebenfalls, wie die
unsrige, dem 1. September 531 zu vindiciren, indem sie weiter
nichts, als ein kurzer Auszug aus unsrer c. 37 ist, der unter
den Titel 6, 22 gestellt ist, um hier vollständig die Frage be-
antwortet zu sehen- qui testamenta facere possint?, wahrend
in einem frühern Titel des Codex diese Verordnung vollstän-
dig schon bei der Frage mitgetheilt werden mußte: gegen welche
Testamente keine Jnofsi'ciosi'tätsquercl zulässig sei? Daher er-
klärt sich auch, wie es in diesem Auszuge mit Beziehung auf
Unsre c. 37 heißen kann: secundum nostrae constitutionis te-
norem, quae immunitatem praestitit, so daß die c. 37 als
eine schon vorhandene betrachtet wird, und es scheint demnach
nicht nöthig, die in einer Leipziger Handschrift befindliche Les-
art praestat vorzuziehen, welche ganz deutlich die Gleichzeitig-
keit des Erlasses beider Vorschriften bekunden würde.
Die c. 4 C. 3, 2 stellt Wieling zum I. 533, ein Jrr-
thum, der bereits von Witte'") auf folgende Weise erklärt
ist: Cujacius u) theilt für diesen Titel eine Subscription:
am 1. Juli 533, mit, bezieht sie aber nicht auf die c. 4, für
welche er keine Subscription hat, sondern auf eine folgende.
Da nun eine solche c. 5 nicht in den damaligen Ausgaben

*0) Die leges restitutae. S. 159, 160.
") Observationes XII, 22.

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