Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

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Uebcr den Zweck dieser Zeitschrift.
bereits Zeitschriften zur Erreichung des bezeichneten Zweckes:
das Strafrecht in dem Archio des Criminalrechts, das deutsche
Recht in der vor nicht langer Zeit gegründeten Zeitschrift von
Reysch er und Wilda rc. —und nur das römische Recht
ist noch in solche Journale gespalten, in denen die eine oder
die andere Richtung entweder ausschließend, oder wenigstens
überwiegend vorherrscht.
Darum erscheint eine neue Zeitschrift mit dem bestimmt
ausgesprochenen Zweck der angedeuteten Vereinigung nicht
bloß nicht überflüssig, sondern sogar nvthig, um die frühere
äußere Trennung nun wieder durch eine äußere Ver-
einigung zu Einem Ganzen zu verbinden.
Aus der Verfolgung dieses Zweckes geht hervor:
1) Es sollen zwar weder rein historische, noch rein dog-
matische Untersuchungen ausgeschlossen sein; noch solche, in de-
nen der erstere oder letztere Charakter vorherrschend ist: dage-
gen soll es
2) besonderer Zweck der Zeitschrift sein, die historssche und
dogmatische Behandlungsweise in einzelnen Materien, worin
die Quellen dies gestatten, mit einander zu verbinden.
3) Vielleicht gelingt es auch bei diesem Streben der Ver-
einigung, bei einzelnen Lehren, wo die Lückenhaftigkeit der
Quellen nicht im Wege steht, den Faden der Untersuchung über
die Zeiten Justinians hinaus durch das römisch-byzantinische
Recht bis auf die neuere Zeit durchzuführen. Man hat die
Bedeutung dieses postjustinianischen Rechtes heut zu Tage wie-
der mehr zu würdigen gelernt, und es dürfte durch dessen Be-
rücksichtigung, die nicht selten ohne besondem Aufwand von
Mühe, Zeit und Ramn geschehen kann, nicht bloß, wie allge-
mein anerkannt wird, ein helleres Licht auf Justinians Gesetz-
sammlung fallen, sondern auch sich zeigen, daß das römisch-
byzantinische Recht im Mittelalter keineswegs gänzlich isolirt,
sondern vielmehr in einer gewissen Wechselwirkung mit andern
Rechten, namenttich dem kanonischen, steht. Ein Versuch der

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