Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

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lieber den Zweck dieser Zeitschrift.
und neuester *) Zeit die selbstständige wissenschaftliche Geltung
jener beiden Richtungen in der Bearbeitung der Jurisprudenz
anerkannt, und v. Savigny 2) hat das Fortbestehen einer
getrennten historischen Schule in der Gegenwart ausdrücklich
verneint.
Sollten wir aber nicht noch einen Schritt weiter gehen,
und durch ein äußeres Organ diese Vereinigung fester be-
gründen, damit sich fortan nicht mehr bekämpfe, was an sich
nicht als feindlich erscheint?
Die Herausgeber dieser Zeitschrift haben schon seit länge-
rer Zeit das Bedürfniß einer solchen Vereinigung der beiden
bezeichneten Richtungen empfunden, und darum den Plan ent-
worfen, ein Organ für diesen Zweck zu gründen. Sie haben
diesen Plan vielen Gelehrten mitgetheilt und theils beistim-
mende Urtheile darüber, theils und mehr noch theilnehmende
Zusagen erhalten. Darum mußte denn in neuester Zeit das
öffentlich ausgesprochene Urtheil v. Savigny's, welches im
Wesentlichen völlig übereinstimmend ist, eine doppelte Aufforde-
rung gewähren, den schon früher gefaßten Plan zu verwirklichen.
Der Zweck dieser Zeitschrift soll nun sein: die historische
und dogmatische Behandlungsweise des römischen Rechts über-
haupt in sich zu vereinigen, und da, wo es die Quellen gestat-
ten, beide in einzelnen Materien mit einander zu ver-
binden.
Die meisten andern Zweige der Rechtswissenschaft besitzen

Rechtsschule — im Archiv für civilistische Praxis. Bd. XXI. Heft
3. (1338.) S. 402 — 404.
') v. Savigny, System des heutigen Römischen Rechts. Bd. 1.
Vorrede S. XIII ff. (September 1839.)
8) A. a. O. Vorrede S. XVI. XVII. Bergt, auch im Allg. Blunt-
fch l i, die neueren Rechtsschulen der deutschen Juristen überhaupt,
und die historische Schule insbesondere — in den Höllischen
Jahrbüchern für deutsche Wissenschaft und Kunst.
Jahrg. 1839. Rro. 239 ff. S. 1905 ff.

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