Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

57

W. Sell, Ueber das Verbot der Zinsen supra duplum.
gleichen Buche dieses Werks, wie fr. Yat. §. 11. und fr. 13.
§. 26 ein., nämlich:
fr. 4. §. 1 O. de naut. foen. (22, 2.) J).
(Papinianus lib. 3 Responsor.)
Pro operis servi trajectitiae pecuniae causa secuti, quod iu
singulos dies in stipulatum deductum est, ad finem cente-
simae, non ultra duplum * 2) debetur 3). In stipulatione foe-
iioris post diem periculi separatim interposita, quod in ea
usurae legitimae deerit, per alteram stipulationem opera-
rum 4) supplebitur.
Dieses Fragment ist sehr verschieden ausgelegt worden;
namentlich hat man daraus gefolgert, daß Papinianus auch
für die pecunia trajectitia das Verbot der usurae supra du-
plum darin ausgesprochen habe 5). Wir wollen diesen Punkt

*) In dem entsprechenden Titel der Basiliken (Lib. LIII. Tit. 5.
Fabrot. Tom. VI. p. 650.) findet sich diese Stelle nicht mehr.
2) Haloander schaltet hier »centesimae« ein, welches er hinter »fi-
nem« wegläßt.
3) Wir folgen hier mit den meisten älteren und neueren Ausgaben des Corp.
juris civ., namentlich aber der lectio Flor., von welcher die Haloandr*
durch Veränderung der Interpunctio» bei den ersten Worten des
§. 1. abweicht, indem die Worte »tenebuntur pro operis servi
trajectitiae pecuniae causa secuti.« noch KU dem princ. des Frag-
ments hinüöergezogen werden, worauf dann ein neuer Satz mit:
«Quod in singulos dies etc.« beginnt. Geb. Spang. ad h. 1.
not. 14. — Die nachfolgende Erörterung wird zeigen, daß die lect.
Flor, weit besser zum Zusammenhang der Stelle paßt, und daß
diese sich überhaupt auch ohne alle Veränderung des Textes erklä-
ren läßt; weßhalb alle versuchten Emendationen unnöthig und ver-
werflich erscheinen. Vgl. Gujac. Observat. V. 38. Noodt. 1. c.
II, 7. pag. 218. Glück, Commentar XXI, 105.
4) Halander lieft hier «usurarum,« was zu dem Zusammenhang der
Stelle und namentlich zu den unmittelbar vorhergehenden Worten
»usurae legitimae« besser paßt. In jedem Falle müßten hier die
operae gleich Geld oder einem Aequivalent für die Dienstleistungen
des Sclaven gelten, da sie die gesetzlich erlaubten Zinsprocente er-
gänzen sollen. Vgl. auch fr. 9 §. 1 D. de usur. unten in diesem §.
Wgl. die bei Glück a. a. O. !>lot. 27. angeführten Schriften.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer