Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

11. Ueber den Einfluß einer communio rei auf Klageberechtigungen der einzelnen Theilhaber gegen einander

X.
Ueber den Einfluß einer communio rei auf Klageberech-
tigungen der einzelnen Theilhaber gegen einander.
s

Don
Dr. Karl Albert Schneider
in Bkrlin.

<3" den interessantesten Partien unserer Römischen Rechts-
quellen, besonders der Justinianeischen, gehören zweifelsohne die-
jenigen, die uns Aufschluß über einzelne unter den alten Ju-
risten streitige Rechtssätze geben, und unter diesen sind wie-
derum vor allen die als die fruchtbarsten zu bezeichnen, die
nicht etwa nur eine Relation der Controversen ausheben, son-
dern in denen wir vielmehr die eigenen Ausführungen und
Begründungen der Dissentirenden selbst vollständig und von
einander unabhängig vor Augen haben. Indessen sind solche
Materien, bis auf wenige, aber gerade deshalb um so mehr
gebührend anzuerkennen da Ausnahmen seltener bei uns zum
Gegenstände tiefer eingehender Untersuchungen genommen, vor«
nehmlich wohl, irre ich anders nicht, aus dem Grunde, weil
man besonders dahin streben zu müssen glaubte, der Praxis
recht bestimmte, feste, in sich geschlossene und fertige Satze zu
überliefern. Es hat mir aber immer scheinen wollen, als thue
man damit selbst der Praxis gar keinen guten Dienst, sondern
beenge vielmehr auf solche Weise sie, die sich ganz den viel-
gestaltigen Lebenserscheinungen anschmiegen soll, über die Maaßen.
Denn wer die Römischen Juristen kennt, weiß auch, daß das
von ihnen Aufgestellte gemeinhin von einer sehr soliden Basis
juristischer Intelligenz getragen wird, und nicht leicht von einer

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