Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

Entricht, der dem Instituten u. Pupillen auftrlegten Legate verbunden rc. 37t
worden sind. Es tritt also in Betreff der dem Substituten
auferlegten Legate im Ganzen der unter Nro. II entwickelte
Gesichtspunkt ein, in welchem Falle nur auch ein Theil der
väterlichen Erbschaft bedingt hinterlassen worden war. Die
dem Pupillen auferlegten Legate entbehren dagegen, weil die-
ser nichts von der väterlichen Erbschaft erhält, jeder Rechtskraft.
Die Stelle, die von diesem Falle redet, ist das
fr. 11, §. 8 Dig. XXXV, 2.
Si quis exheredato filio substituit heredem institutum
et ab eo tabulis quoque secundis legaverit; necessario
ratio confundetur; cum ideo legata valere dixerit Julia-
nus a substituto relicta, quod idem patri heres exstiterit.
§. 10.

Vierter Hauptfall.
Ist jemand, der nicht zum Erben eingesetzt worden ist,
einem exheredirten Pupillen substituirt worden, dann brauchen
sowohl die dem Pupillen als die dem Pupillarsubstituten auf-
erlegten Legate nicht entrichtet zu werden '), es müßte denn
der erheredirte Pupill zugleich dem eingesetzten Erben vulgari-
ter oder pupillariter substituirt worden sein- Denn in diesem
Fall müßte, wenn der erheredirte Pupill ex substitutione Erbe
feine# Vaters geworden sein sollte, von allen in den verschie-
denen Testamenten auferlegten Legaten die Quart, insoweit
sie durch diese beschwert ist, abgezogen werden^). Hat der
erheredirte Pupill die Erbschaft des Vaters nicht ex substitu-
tione erworben, so kann diese nur dann an den Substituten
des Pupillen gelangen, und mithin die Verbindlichkeit zur Zah-
lung der Legate ihm erwachsen, wenn der dem exheredirten
Pupillen substituirte nicht sowohl ihm, als exheredatus, wie

') Fr. 126, pr. Dig. XXX. 1.
-) Fr. 87, §. 7 Dig. XXXV, 2.

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