Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

370 Inwiefern und inwieweit ist der Vulgär- utib Puplllar-Substitut zur
der dem Pupillen und der ihm selbst auferlegten Legate die
Quart von dem ganzen Nachlasse frei bliebe. Denn obwohl
der Substitut als Erbe des Pupillen erscheine, so müsse er
doch bei Berechnung der falcidischen Quart (d. h. rücksichtlich
des vom Pupillen an ihn gelangten väterlichen Nachlasses, nicht
in Betreff der dem, Erbe seines Vaters gewordenen, Pupil-
len auferlegten Verbindlichkeiten) als Erbe des Vaters behan-
delt werden. Die ihm über drei Viertheile der Erbschaft (als
Miterben des Pupillen) auferlegten Legate müßten ebenso einen
Zuwachs erhalten, als wenn jemand zum Erben eingesetzt und
seinem Miterben zugleich substituirt worden wäre, während der
Deliberation des letztem aber die Legate mit Rücksicht auf die
Quart bezahlt und nachher ex «ubstilutioue die andere Erb-
portion erhalten hätte.

tz. 9.
Dritter Hciuptfall.
Ist jemand zum Erben eingesetzt und zugleich einem er-
heredirten unmündigen Sohne substituirt worden, so werden
die dem Substituten sowohl im ersten als im zweiten Testa-
mente auferlegten Legate aus dem Nachlasse des Vaters des
Pupillen (in der zur Todcszeit des Vaters befindlichen Lage)
gleichmäßig bezahlt und die Quart, insoweit sie überschwert
sein sollte, von allen Legaten gleichmäßig abgezogen. Denn
die im zweiten Testamente hinterlassenen Legate werden auch
hier als im ersten Testamente bedingt hinterlassene angesehen,
die der Substitut als Erbe des Vaters zu leisten hat. Gleich-
gültig ist es aber, ob einem Erben unter der Bedingung, daß
er eine andere bedingt hinterlassene Erbportion des Testators
(welche mit der unbedingt hinterlassenen doch als nur eine
Erbportion erscheint) erwerben werde, oder ob ihm unter einer
andern Bedingung, also auch unter der Bedingung, daß er
einen erheredirten Pupillen beerben werde, Legate auferlegt

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