Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

Entricht, der dem Instituten u. Pupillen anferlegten Legate verbunden ic, 369
schaft gesehen werden, weil nämlich die dem Pupillen auferleg-
ten Legate so angesehen werden, als seien sie dem Substitw
ten, der hier wie ein Vulgarsubstitut behandelt wird, unmit-
telbar auferlegt. Im entgegengesetzten Falle aber brauche der
Substitut nur so viel von den dem Pupillen anferlegten Le-
gaten zu leisten, als dieser selbst zu entrichten verbunden ge-
wesen war, d. h. nur drei Vicrtheile der Hälfte der Erb-
schaft; denn der Substitut sei hier nur nomine pupilli ver-
pflichtet. Sei aber die Halste der Erbschaft des Ertrancus
mit Legaten beschwert, und dieser zugleich ex substitutione
Erbe des Pupillen, dem keine Legate auserlcgt worden seien,
geworden, so müßten die Legate des Substituten ebenso einen
Zuschuß erhalten, als wenn jemand seinem Miterbcn (vulgari-
ter) substituirt gewesen, und durch das Ausschlagen der Erb-
schaft von Seiten des letzter» alleiniger Erbe geworden wäre,
weil der Substitut die Quart (rücksichtlich der ihm auferlegten
Legate) aus dem ganzen an ihn vererbten Nachlaß des Te-
stators berechne.
Mit dieser Stelle steht das fr. 87, §. 8 Dig eod. in dem
vollkommensten Einklänge, wenn wir mit Cuja ein 8 statt:
et seniis pupilli legalis exhaustus esset, lesen: nee semis pu-
pilli legalis exhaustus esset; oder wenn wir wenigstens vor-
aussctzen, die Portion des Pupillen sei weniger beschwert wor-
den, als die Portion des substituirten Mitcrben. Die Legatare
des Substituten sollen nämlich alsdann, selbst wenn der Sub-
stitut nach Abzug der Quart schon die ihm als coheres auf-
erlegten Legate bezahlt haben sollte, noch einen Zuschuß erhal-
ten können. Darauf ist Alles gestellt. Der Inhalt der Stelle
ist nämlich folgender. Habe ein Miterbe des Pupillen auch
sch o n die ihm auferlegten Legate, mit Rücksicht auf die Quart,
geleistet, so müsse er doch, wenn der Pupill verstorben und
er vx substitutione Erbe desselben geworden, und die Erbpor-
tion des Pupillen nicht erschöpft sein sollte, die Quart von
neuem in der Art berechnen, daß ihm nach Zusammenrechnung

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