Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

Entricht, der dem Institute» ». Pupillen auferlegten Legate verbunden ,e» 367
als der Pupill hierzu verbunden war. In dem zweiten Theile
der Stelle heißt es: Andere Grundsätze kämen dann zur An-
wendung, wenn nicht der Substitut, sondern ein Anderer Mit-
erbe des Pupillen sei. Hier nähme der Substitut die Berech-
nung der Quart vor, wie wenn er nur zu einer Erbportion
und zwar bedingt eingesetzt worden wäre, obgleich der Miterbe
des Pupillen die Quart frei habe. Beide Erbportionen kom-
men also in einem Falle der zweiten Art bei Berechnung der
Quart als zwei getrennte Erbportionen in Betracht.
Das fr. 11, tz. 7 Dig. XXXV, 2 zerfällt in drei Theile.
In dem ersten Theile dieser Stelle wird gesagt: Sei der
Miterbe des Pupillen demselben substituirt (handle es sich also
von zwei Erbportioncn), so frage cs sich, inwiefern die ge-
wöhnliche Behauptung von der Trennung der verschiedenen
Legate richtig stehe. Als Antwort auf diese Frage wird be-
merkt, daß (jedenfalls) rücksichtlich der vom Pupillen und der
vom Substituten hinterlassenen Legate keine Trennung ein-
trete, vielmehr dieselben einer gemeinschaftlichen Berechnung un-
terworfen seien. Nun geht der Jurist zur Untersuchung der
weitern Frage über, ob die dem Miterben des Pupillen als
solchem auferlegten Legate von den dem Pupillen, oder was
gleichviel ist, dessen Substituten auferlegten Legaten, bei Be-
rechnung der Quart, getrennt werden müßten. Diese Frage
wird nun also beantwortet: In dem zweiten Theile der Stelle
sagt der Jurist: die einer dritten (von der Person des Sub-
stituten verschiedenen) instituirten Person aufcrlegten Legate
können mit den übrigen Legaten nicht zusammengerechnet
werden, der Substitut müsse die Quart von der dem Pupillen
hinterlassenen Portion frei haben, obgleich er diese Portion wie
ein instiruirter habe. Dagegen, so fährt der Jurist in dem
dritten Theile der Stelle fort, sei es etwas anderes, wann
dieselbe Person zu verschiedenen Portionen eingesetzt, also
auch wenn jemand eingesetzt und dem daneben eingesetzten Pu-
pillen substituirt sei. Hier seien die derselben zu verschiedenen

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