Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

294 S inteni s, über Ex. n. num. pec. u. s. w.
sei der Beweis des Gegentheils Sache des Beklagten.')«
Tritt der Aussteller der cautio klagend auf, um ihrer wieder
habhaft zu werden, so gilt das Nämliche, nur daß nun die
Rollen getauscht sind * 2 *). Darin wird nun ebenfalls, wie bei
der exc. non n. pec. eine Singularität und Abweichung von
dem Satz gefunden, daß doch der Beklagte seine Erceptionen
beweisen müsse *). Ihre Erklärung ist auf verschiedene Weise
versucht worden. Cropp4 * 6) findet darin »geradezu eine Aus-
nahme von der Regel, weil sich die Negation der Exceptio gar
nicht beweisen lasse, ausgenommen durch die ungewisse Eides
delation. Es sei gerade ebenso, wie bei der exc. n. n pec.,
das ergebe auch der ganze Zusammenhang des kr. 25, de
Prohat., worin in einzelnen Fallen ebenfalls dem angeblichen
Gläubiger der Beweis des debiti aufgegeben sei. Hertel°)
erklärt Alles aus einer ängstlichen Sorge des neuern R. Rs.,
daß von Schuldverschreibungen kein Mißbrauch gemacht, Nie-
inand ungerechterweise verurtheilt werden möge; wie denn das
wahrscheinlich auch der Grund zur exc. von 0. pec. gewesen
sei. — Weder die eine noch die andere Meinung kann für
eine eigentliche Erklärung gelten. Die erste greift zu weit. Da-
nach dürfte bei der indebiti condictio den Kläger der Beweis
indehite geleisteter Zahlung niemals treffen.s) Die zweite
giebt sich aber selbst nur für eine Vermuthung aus. — Ich
erkläre die exceptio doli auch in dieser Anwendung sammt der
Befreiung von der Beweislast ganz auf die nämliche Weise,

*) Bleibt man strenge bei den Worten der Gesetze (außer obigen noch
C. 14. de Stipulat.), so kann er nur durch Dokumente u. Zeu-
gen geführt werden.
-) Hertel I. I. p. 3l.47)
s) Idem I. I.
4) a. a. O. S. 3.58.
4) I. I. p. 44.
6) Das hat schon Hertel richtig bemerkt, I. I. p. 45.

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