Full text: Volume (Bd. 1 (1841))

268 Einten iS, über Ex. n. num. pec. u. f. w.
nachher verschoben werden. Was an seiner übrigen Erörte-
rung Wahres ist, das ist auf eine so verschrobene und erkün-
stelte Weife aufgefaßt und dargestellt, daß man statt der be-
bekanntesten und einfachsten Rechtswahrheiten die überraschend-
sten neuen Entdeckungen zu lesen glauben möchte. Man wird
an das Rechtssystem eines bekannten verstorbenen Gelehrten
erinnert, welcher alle Verträge in Schenkungs-, Tausch-
und vervollständigende Vertrage eintheilt, und zu den erstern
z. B. die Schenkung eines Gebrauchs zahlt, und darunter
das mutuum, Zahlung einer Nichtschuld u. f. w., aufführt.
Wenn sich in solchen Aeußerungen etwa der Einfluß der neu-
ern Philosophie auf die Rechtswisienschast zeigen soll, so möge
sie der Himmel in Gnaden davor bewahren. — Die Unrich-
tigkeiten in den Hauptsachen sind vorher sogleich in den An-
merkungen dargelegt worden; damit fallen die Schlüsse von
selbst zusammen. Das Weitere wird sich §§. 6. und 9. fin-
den; zuerst wollen wir die Existenz von Litteralobligationen
naher in Erwägung ziehen.

8. 2.
Die Gründe kür und wider die Annahme von Litteralobligationen im
neuesten Recht.
Man kann in der That in Versuchung geführt werden,
sich für die Existenz von Litteralobligationen noch nach justi-
nianeischem Rechte zu bestimmen, und ich will einmal die ganze
Stärke aller Gründe zusammenfassen. Erwägt man neben den
oben schon angeführten Gründen und Stellen was Gajus')
sagt: krselerea (d. h. außer Domen transscriptitium) littera-
rum obligatio fieri videtur chirographis et syngraphisa), i.

') IH, §. 134.
2) lieber diese s. Cropp S. 388 f.

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