Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

Dr. <3. Hoffman», Beiträge zu der Lehre von der Delegation. 411
putes, si non creditori meo, sed ei, cui donare vo-
lebam, te delegavero? et quid de eo, qui pro mu-
liere, cui donare volebat, marito ejus dotem pro-
miserit? Respondit: Nulla creditor exceptione sum-
movetur, licet is, qui ei delegatus est, poterit uti
adversus eum, cujus nomine promisit; cui similis est
maritus; maxime si constante matrimonio petat. Et
sicut heres donatoris in solidum condemnatur et
ipse fidejussor, quem in donando adhibuit, ita et
ei, cui non donavit, in solidum condemnatur.
Hier sollte die Frage näher untersucht werden, ob im
Falle der Delegat gegen den Deleganten sich mit einer Einrede
hatte schützen können, diese Einrede ihm auch gegen den De-
legatar zustehe, jenachdem letzterem eine Schuld bezahlt oder
eine dos bestellt oder geschenkt werden sollte; oder ob hier zwi-
schen diesen drei Fallen ein Unterschied zu machen sei. Es
wird nämlich der Fall unterstellt, daß der Delegat dem Dele-
ganten ein Geschenk habe machen wollen, was als solches
dem Deleganten nur bis zum id quod facere potest einge-jx
klagt werden konnte, und hierauf die Frage aufgeworfen, ob
nun der Delegatar, jenachdem er als Gläubiger, oder Ehe-
mann, oder Schenknehmer des Deleganten erscheine, den De-
legat in solidum, also über das id quod facere potest hin-
aus, belangen könne. — Der Jurist entscheidet dann, daß der
Delegatar als Creditor und Ehemann, namentlich wenn die Ehe
noch bestehe, nicht durch die Einreden, welche dem Delegaten
gegen den Deleganten zuständen, entfernt werden könne. Als
Entscheidungsgrund gicbt der Jurist an, sowie auf das id quod
facere potest nur der Donatar, nicht der an seine Stelle Tre-
tende, wie Erbe, Bürge u. s. w. sich berufen könne, ebenso
könne der Donator sich nur gegen den Donatar auf das id
quod facere potest berufen, nicht aber gegen den dritten
Stellvertreter an sich, es müßte denn diesem ein Geschenk ge-
leistet werden sollen.

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