Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

bei der renrindicatio und Publiciana in rem actio beruht re. 341
(feiten Grundsätze über den Ersatz der nützlichen untrenn-
baren Verwendungen ein.
Ebenso wird eine solche Ersatzpflicht in dem Falle statt-
finden, wenn der vindicirende Eigenthümer die näm-
lichen zierenden Verwendungen selbst gemacht ha-
ben würde. Denn hinsichtlich der Ersatzpflicht der Verwen-
dungen macht hier der Umstand, ob die Verwendungen ihrer
Natur nach von der Hauptsache sich trennen lassen, oder nicht,
keinen Unterschied; und darum gelten hier wieder die im vori-
gen Paragraphen, sub N'r. Ir. angegebenen Bestimmungen,
sowie dies auch von dem dritten sub Nr. c. erwähnten Falle beim
arglistigen Schweigen des vindicirenden Eigen-
th mers gelten muß.
§. 14.
Es ist nun noch der letzte Fall zu betrachten, nämlich:
8. wenn der mälae kiöei possessor zierende
Verwendungen auf die vindicirte Sache gemacht
hat, und zwar
1) solche, welche sich nach ihrer natürlichen Be-
schaffenheit von der Hauptsache trennen
lassen.
Zunächst fragt es sich, ob auch hier das jus wUenlli
stattfinde.
Die Haupttitel der Digesten und des Codex räumen dem
mala« fidei possessor nirgends bei zierenden Verwendungen
das jus toUenlli ausdrücklich ein; vielmehr scheint dieses Recht
in der mehrerwähnten const. 5. C. h. t. eher stillschweigend
abgesprochen zu werden, weil es dort von den Besitzern in
bösem Glauben ganz allgemein heißt: nullam habeant repe-
titionem, nisi necessarios sumtus fecerint; sin autem utiles,
licentia eis permittitur sine laesione prioris status rei eos
auferre. Der zierenden Verwendungen ist also hier mit
keiner Sylbe gedacht. Schon dieses Schweigen, verbunden
Srll'sche Jahrbücher. UI. 3. 23

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