Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

bet der rei vindicatio und Publiciana in rem actio beruht ;c. 319

düngen gehandelt hat, zu den untrennbaren mit dem Ueber-
gange: Eadem ratione probatum est, quod in char-
tulis sive membranis meis aliquis scripserit etc. — und stellt
dadurch diesen Fall, wie es ganz natürlich ist, unter dieselben
Gesichtspunkte, wie die vorhergehenden. Ferner wird im folgen-
den Paragraphen uo) die exceptio doli bei dem Malen auf eine
fremde Tafel ausdrücklich nur mit dem Zusatz gestattet: utique si
bona fide possessor fueris. Derselbe Zusatz findet sich auch in
den Stellen der Digcsten, welche aus den Rebus quotidianis deS
Gajus entlehnt ">) und insoweit unverändert in die Institu-
tionen Justinian's "-) übergegangen sind. Wenn nun in
diesen Stellen, gerade wie bei den unmittelbar vorher erwähn-
ten Fällen trennbarer Verwendungen, die exceptio doli an den
Beisatz geknüpft ist: utique si bona fide possessionem eorum
nactus sim, oder: utique si bonae fidei possessor fuerim:
fo ergicbt sich doch aus dem engen Zusammenhang von selbst,
daß hier bei den untrennbaren Verwendungen aus den vorher-
gehenden Vorschriften bei trennbaren Verwendungen auch noch
der weitere Zusatz herbeizuzichrn und analog anzuwenden ist:
nam si seit, culpa ei objici potest, quod temere aedificavit
in eo solo, quod intelligeret alienum esse u. dgl.
Aus diesen Gründen kann man hier bei solchen Verwen-
dungen, welche sich nicht von der Hauptsache wegnebmen las-
sen, dem malae fidei possessor durchaus kein Rechts-
mittel irgend einer Art zugestehen, und somit verliert
derselbe ohne alle und jede Entschädigung die auf die vindicirte
Sache mit Wissen gemachten nützlichen Verwendungen, wie
auch heutzutage die gewöhnliche Ansicht annimmt.

>'°) II, 78. s. f.
m) l>. 9. 8 l- 2. D. de adq. rer. dom. (41, 1).
,l<) 8 33. 34. I. de R. I). (2,1). DiraubertuAendernnge» Justinian's
interrsfiren hier nicht weiter.

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