Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

2. Zur Lehre von der Errichtung der Testamente

I.

Zur Lehre von der Errichtung der Testamente.

Von
Wilhelm Sell-

IN. Ist zur Errichtung des testsmentum privatum so-
lenne außer der Einheit der Handlung und der
Zeit auch noch Einheit des Kalendertages er-
forderlich? i)
Bis in die neuere Zeit hat man bekanntlich die Worte
der römisch-rechtlichen Vorschriften, daß das Testament »uno
eo6emgue tempore et die« errichtet werden müsse 2), sowie
den Ausdruck der Notariats-Ordnung v. I. 1512 §. 7
»alsdann desselben Tags und Zeit« als völlig gleichbedeu-
tend angenommen, so daß das Testament als gültig betrachtet
wurde, wenn nur der Act des Testirens in einem fortlaufen-
den Zeiträume ohne Unterbrechung oder Stillstand stattgefun-
*) Obgleich diese Abhandlung ein abgeschlossenes Ganze bildet, so läßt
sie sich doch unter der oben angegebenen allgemeinen Aufschrift mit den
beiden letzten Abhandlungen des zweiten Bandes der Jahrbücher zu-
sammenfassen.
*) Vgl. besonders const. 21. C. de testam. (6, 23).

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