Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

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des muliebris lutor erforderlich war.
der in jure cessio ging es auch hervor, daß einer persona
alieni jnris nichts in jure cedirt werden konnte, weil sie zur
Vindicatio« unfähig war 24). Daher konnte denn auch eine
res nee maneipi von einer Frau nicht sine tutoris auctoritate
cedirt werden, wie uns dies auch allgemein von der in jure
cessio Paulus * 2 * * S. *-') sagt, und daraus die Folgerung herleitet,
daß eine Frau ohne Vormund den ususfructus eines Grund-
stückes, oder eine servitus praedii urbani, obgleich diese nicht
res maneipi sind, gar nicht veräußern könne.
Aus demselben Grunde würde auch eine Frau, wenn auch
nicht schon ohnedies das Verbot der Veräußerung einer res
maneipi ihr jede Freilassung ohne Vormund unmöglich gemacht
hätte, doch nicht vindicta haben frcilaffen können. Denn auch
bei dieser Freilassung läßt sich die imaginäre Vindicatio« nicht ver-
kennen 2ii), und so findet sich auch diese Erklärung des Namens
in mehreren Stellen ausdrücklich angegeben 27), so daß die an-
dere Herleitung von dem Namen des Sclaven, der zuerst auf
diese Weise freigelassen worden sei, wohl auf einem Mißver-
ständnisse beruht 28).
esi, so daß jener Ausdruck wohl eher mit civile negotium gleichbe-
deutend zu nehmen ist.
t4) Gajus, If, 96 fr. Vat. K. 51 Dirksen, a. a. O. S. 227.
tb) Fr. Vat. §. 45.
2Ö) Boetius, ad Cic. lop. c. 2; Scliol- ad Persii sat. V. v. 75 — 79,
v. 68; Isidor., or. IX, 4. Festus v. manumitti; vetus gloss.
bei Brisson v. vindicta. Vgl. Uttterholzner in der Zeitschr.
II. S. 141 — 155. Hugo, S. 110. Zimmern, I. S. 743.
-7) Livius, XLI, 9., über welche Stelle vgl. Unterholzner, q.a.O.
S. 140 fgg. Änm. 2. und Schilling, S. 117 fgg.; Festus v.
vindiciae; Boetius l.c.; Th eop hilus ad §. 3. I. de libert.
Hieher gehört auch eine in dieser Beziehung nicht beachtete Stelle bei
G icero pro Rabirio c. 5 : ita vero servos nostros horum sup-
pliciorum omnium metu dominorum benignitas una vindicta
liberabit: nos a verberibus, ab unco, a crucis denique terrore
neque res gestae, neque acta aetas, neque nostri honores vin-
dicabunt?
*") Ballhorn-Rosen, Über dominium. S. 195 —198.

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