Full text: Volume (Bd. 3 (1844))

in der Lehre von Gewähr der Mängel an mfauflen Lachen. 151
habe die in der L. 13. pr. hervorgehobene Unterscheidung zu-
erst aufgebracht und gleichsam erfunden, an jedem Wahr-
scheinlichkeitsgrunde.
Es bleiben jetzt, nachdem die Behauptung, daß die cp m.
actio rein ädilitischen Ursprungs ist und erst aus dem Edict in
das Civilrecht verpflanzt wurde zu begründen und gegen
alle Einwendungen zu sichern, versucht ist, bloß noch die Folge-
rungen, welche aus jener Ansicht mit Nothwendigkeit herfließen,
zu betrachten übrig. Unstreitig nämlich ist die actio e,„ti da,
wo sie gegen den unwissenden Verkäufer angestellt wird, gemäß
ihrer Abkunft aus dem Edict an dieselben Schranken ge-
bunden, in denen sich die ädilitische a. «p bewegt, und
kann daher wegen derjenigen Fehler, die außer dem Umfange
des Edicts liegen, nicht angestellt werden 10°).
placuerat, etiam in actione eruti inter scientem et ignorantem^
exemplo Aedilicii edicti bic consimilem facere differentiam, ab
Ulpiano in pr. L. 13. D. de a. e. ( lare traditam et approbatam.«
Wofür sich auch noch L. 11. §. 12. 1). de act. emt. (vgl. Unter-
holzner, a. a. O. S. 105) anführen laßt.
I0°) Zu ganz entgegengesetzten Resultaten führt natürlich jene Theorie, welche
in umgekehrter Weise die q. m. a. aus dem Eivilrechte herleitet, von
wo sie denn in das Edict übertragen sein sott. Nach dieser Ansicht er-
streckt sich die Wirksamkeit der q. m. a. bald weiter, als die der
redhibitorischen Klage (insofern sie auf solche Fälle sich bezieht, die
von den ädilitischen Bestimmungen unberührt bleiben), bald ist sie in
engere Grenzen eingeschlossen (indem sie wegen Verletzung solcher
Verbindlichkeiten des Verkäufers, die, dem ursprünglichen Civilrecht
unbekannt, erst durch das Edict eingeführt wurden, nicht eintritt). Al-
lein was den ersteren Punkt betrifft, so ist derselbe schon oben widerlegt
worden (S. §. 2, Nro. 3, Note 64. fg.)> Und es ist hier nur noch der
Beweis nachzuliefern, daß auch die L.üi.D.dc aed. ed. (»Quoties de
servitute agitur, victus tantum debet praestare, quanto minoris
emisset emtor, si scisset baue servitutem impositam«) mit der hier
vertheidigten Meinung nicht im Widerspruche steht. Es ist früher (§. 1,
Nro. 4) gezeigt worden, daß der Verkäufer wegen der ihm unbekannt
gebliebenen Prädialdienstbarkeiten nirgends in unseren Quellen verant-
wortlich erscheint, ja daß — abgesehen hiervon — passive Realservitu-
ten nicht bloß nach ädilitischen Grundsätzen, sondern überhaupt und ganz
allgemein gar nicht als Hehler angesehen werden; und so unterliegt es

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