Full text: Volume (Bd. 19 = N.F Bd. 7 (1881))

Römisches Jagdrecht.

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Recht genannt werden und keine actio in rem herbeisühren
kann, weil es an einem dazu geeigneten Objekt fehlt. Dem
Inhalt nach ist das fragliche Iagdrecht, um defsen Schutz es sich
handelt (utpote quum de jure fruendo agatur), durchaus
dinglicher Natur, und nicht im Umfang und in der Zuständigkeit
unterscheidet sich das Interdikt von einer actio in rem. Alles
kommt doch zuletzt darauf hinaus, daß die Nutzung der re8 pud-
lica, welche an sich omnium eommuvis ist, für einen Einzelnen
zu seinem Privatrecht hingegeben ist, und daß eben dadurch der
communis usus ausgeschlossen wird. Das heißt mari8 pro-
prium jus ad aliquem pertinet, so spricht man vom jus suum
exercere, quoniam ad privatam jam causam pertinet, und
so tritt de jure fruendo Rechtsschutz ein mit vim fieri veto
gegen jede Störung und jeden Eingriff durch andere, die nun
nicht mehr berechtigt find, sich aus den Charakter des Objekts
als einer res omnium communis zu berufen. Wird aber von
den Quellen betont, der Interdiktenschutz reiche nur soweit, als
grade der Inhalt des Pachtrechtes bestimmex), so ist beim pro-
prium jus maris grade der Fischfang der Gegenstand des Pacht-
eontraktes; frui licere ist eben das piscari, wie ja auch Fr. 13
§. 7 de injur. 47, 10 hervorhebt. Immer ist das Ziel: con-
ductori veteres interdictum dederunt, nam vis ei prohiben-
da est, quominus conductione sua fruatur. Eine solche zu
verhindernde Störung ist aber auch jede fremde Iagdanmaßung.
§. 7.
Der Jagdschutz.
Wächter's Abhandlung ist grade in dieser Frage unvoll-
ständig geblieben, wieweit das Römische Recht die von ihm an-
erkannten Iagdbefugnisse gegen Störung und Eingriff sicher ge-
1) Fr. 1 §. 3. de loc. publ. fruend. 43, 9: quominus e lege locatio-
nis frui liceat etc.

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