Full text: Volume (Bd. 19 = N.F Bd. 7 (1881))

lieber die actio negotiorum gestorum directa.

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mortuus fuisset, qui (bonor. possessionem) petisset vel
furere coeperit, ratum haberi possit, videamus; nam
si in universum perinde haberi debet, ac si tunc, cum
ratum habeat, per eum bon. possessionem petat, frustra
his casibus ratum habetur. Sed illud consequens futu-
rum etiam si poeniteat illum petisse, ratum haberi non
posse, quod utique sit absurdum. Rectius itaque dici-
tur neutram eorum causam impedire ratihabitionem
gar nichts gegen meine Ansicht. Hatte Jemand vor dem zu-
ständigen Magistrat für den Erben, unter Darlegung der etwa
in Betracht kommenden erbrechtlichen Verhältnisse, die petitio
bonorum possessionis gestellt oder auf Grund des späteren
Rechts vor der competenten gerichtlichen Behörde die erforder-
liche Erklärung abgegeben, so hatte er dem Erben damit vor-
gearbeitet. Derselbe brauchte nur Ja zu sagen, was er aber
auch dann thun konnte, wenn der Gestor gestorben war, oder
der Behörde nachher erklärt hatte, daß er seine Erklärung als
nicht abgegeben betrachtet wissen wolle. Diese Willensänderung
hinderte den Erben nicht, die Vorarbeit durch Genehmigung zu
der seinigen zu machen^). Die Behauptung, daß dies nicht
möglich sei, daß die Willensänderung des Geftors den Erben
nöthige, die der Behörde bereits vorliegende Erklärung noch
einmal vollständig zu wiederholen, wäre allerdings eine Absur-
dität. Wenn der Erbe z. B. sagte: Was der Gestor als nicht er-
klärt betrachtet wissen will, das will ich hiermit erklären, so
hatte er genügend um die bonor. possessio nachgesucht, denn
die Behörde wußte genau, was er wollte. Für die entgegen-
stehende Ansicht wird ferner besonderer Werth gelegt aus 1. 58
pr. D. de solut. (46.3), die von Zimmermann a. a. O. S. 277
für den Leitstern erklärt wird. Die Stelle lautet:
34) Bergt, über die Stelle auch Monroy S. 45, Curtius im Ar-
chiv für civit. Pr. B. 58 S. 107 Note 35. Zimmermann S. 277.
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