Full text: Volume (Bd. 14 = N.F Bd. 2 (1875))

lieber die Frage: auf welche von mehreren Forderungen rc. 471
eingetragen: e§ sei nach dem Pfandbriefe v. 14. Mai 1858
ans des Folieninhabers Grundbesitz Hypothek bestellt für 6000 r.
dän. R. M., die 0. & H. ihm vorschießen wollten.
II. erhielt dann in den folgenden Jahren fortlaufend von
dem Handlungshaufe Waaren (Schiffsbaumaterial) geliefert,
ferner Geldvorschüsfe zugcsandt und Wechsel und Anweisungen
honorirt und beschaffte seinerseits ä Conto Zahlungen.
Ueber die geleisteten Baarvorschüsse und Wechselaccepte
und über die Waarenlieferungen führte das Handlungshauö
keine verschiedene Conti, vielmehr wurde über das ganze Ge-
schäftsverhältniß nur ein Contocorrent angelegt, welcher jedes
Mol nach Jahresabschluß dem R mitgetheilt wurde.
1866 gerieth Letzterer in Concurs. Das Restguthaben
des Handlungshauses belief sich auf reichlich 15000 Mark Hamb.
Beo. gleich 22,500 M. deutsche R. M., und es entstand nun
Streit darüber, woraus die von R. eingesandten Baarzahlungen
abzurechnen seien. Waren sie nämlich auf die Geldvorschüsfe,
als die durch Hypothek gesicherte Forderung, in Abrechnung zu
bringen, so waren selbige sämmtlich berichtigt, während bei an-
derer Berechnung das Handlungshaus für die Summe von 6000
Thlr. dän. R. M. gleich 9000 M. Hamb. Beo. die Locirung
unter den protocollirten Gläubigern in Anspruch nehmen durfte.
Vom Coneursgerichte wurde das Handlungshaus mit seiner
ganzen Forderung unter die Chirographar-Gläubiger locirt, und
das Appellaiionsgericht bestätigte diese Entscheidung, indem es
davon ausging, daß bei dem Mangel jeglicher Verabredung
oder irgend welcher vor der Coneurseröffnung von der einen
oder der anderen Seite abgegebenen Erklärung darüber, aus
welche der jederzeitigen mehreren Schuldpöste die einzelnen
Abschlagszahlungen anzurechnen , der in der Natur der Sache
begründete Rechtssatz Anwendung leide, daß zunächst auf die
lästigeren Schuldpöste die Abrechnung stattzufinden habe.
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